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    <updated>2026-05-19T14:37:18+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Cannabis in Religion und Kultur</title>
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                                            Dass Cannabis schon vor mehreren tausend Jahren von den alten Chinesen genutzt wurde, ist inzwischen ein alter Hut. Auch, dass in deutschen Klöstern neben der Bierbrauerei auch der Cannabisanbau erstmals Fuß fasste, ist für die meisten Cannabis-affinen Menschen nicht neu.
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                 Dass Cannabis schon vor mehreren tausend Jahren von den alten Chinesen genutzt wurde, ist inzwischen ein alter Hut. Auch, dass in deutschen Klöstern neben der Bierbrauerei auch der Cannabisanbau erstmals Fuß fasste, ist für die meisten Cannabis-affinen Menschen nicht neu. Doch wie ist Cannabis so tief in die meisten Kulturen der Welt eingedrungen? Es lässt sich jedenfalls nicht leugnen, dass es kaum ein Land ohne Cannabis-Historie gibt, und überraschender Weise ist neben der Medizin die Religion einer der Hauptfaktoren, die Cannabis so tief in unseren Kulturen verankert haben.&amp;nbsp; 
 Islam 
 Der Islam wird in Europa als eine sehr streng ausgelegte und gelebte Religion wahrgenommen, doch 1,9 Milliarden Menschen weltweit praktizieren diesen Glauben, mal strenger, mal lockerer, und begreifen ihn als ihre Lebensrealität. Viel wissen die meisten Europäer nicht über diesen Glauben, meist endet das Wissen bereits bei Halal und Haram (Nach Glaubensansicht erlaubte und verbotene Dinge, wie Kleidung, Speisen etc). Umso interessanter ist die Frage, wie es dieser strenge Glauben mit dem Konsum von Cannabis hält. Es ist schwer vorstellbar, dass es Menschen, die aus Glaubensgründen zB kein Schweinefleisch essen, erlaubt sein soll, Drogen zu konsumieren. Doch auch der Islam hat eine Vergangenheit, und zwar eine, in der Cannabis sehr wohl eine Rolle spielte. Im Koran selbst und in den Überlieferungen des Propheten Mohammed gibt es keine Hinweise zu Cannabis, geschweige denn ein explizites Cannabisverbot.     Ali Ghandour, muslimischer Theologe an der Universität Münster erklärte dem NDR: &quot;Wir haben Gelehrte, die Cannabis als etwas Verbotenes ansehen. Und das ist die Mehrheit der Rechtsgelehrten. Und es gibt Gelehrte, die Cannabis als eine erlaubte Substanz betrachten. Wir können jedoch eine Tendenz wahrnehmen: Die Position der Theologen wurde ungefähr ab dem 13. Jahrhundert immer strenger, weil der Cannabiskonsum zu dieser Zeit in vielen muslimischen Ländern zu einem Massenphänomen geworden war. Die Rechtsgelehrten, die sich gegen den Cannabiskonsum aussprechen, berufen sich auf eine muslimische Rechtsmaxime, die besagt, dass alles, was in großen Mengen berauschend wirkt, nicht in kleinen Mengen konsumiert werden darf&quot;. Wer schonmal in einem muslimisch geführten Getränkeladen war, wird festgestellt haben, dass es dort keinen Alkohol gibt, denn in diesem Fall drückt sich der Koran recht klar aus. Obwohl der Ausdruck &quot;Alkohol&quot; im Koran nicht ausdrücklich genannt wird, findet sich jedoch der arabische Begriff &quot;Khamr&quot;. Dieser Begriff wird von der Mehrheit der islamischen Gelehrten als Verweis auf alkoholhaltige Getränke verstanden. Im Koran heißt es, in Sure 5, Vers 90: &quot;O die ihr glaubt, berauschender Trank, Glücksspiel, Opfersteine und Lospfeile sind nur ein Gräuel vom Werk des Satans. So meidet ihn, auf dass es euch wohl ergehen möge!&quot; Bemerkenswert ist, dass in anderen Koranversen dem Alkohol durchaus positive Aspekte zugesprochen werden, und nicht nur negative - die Nachteile jedoch überwiegen.     Bezüglich Cannabis haben einige Muslime eher eine positive Sichtweise, vor allem bestimmte Strömungen innerhalb der Sufis. Dies Anhänger des Sufismus stehen für eine Art spirituelle und geheimnisvolle Seite des Islam. &quot;Einige Sufis haben sogar den Gebrauch von Cannabis in ihre Rituale integriert&quot;, meint Ghandour. &quot;Ihnen hilft Cannabis entweder beim Entspannen oder bringt sie in religiöse Trancezustände. Es gab sogar einen Sufi, der Haschisch als den &#039;&#039;Häppchen der Meditation&#039;&#039; bezeichnete.     Aber nicht nur im Sufismus, sondern auch außerhalb dessen ist Cannabiskonsum in vielen Ländern mit muslimischem Einfluss ziemlich verbreitet. Dazu gehören die Maghreb-Staaten, die Türkei und Pakistan. Auch in Deutschland gibt es muslimische Cannabis-Konsumenten. Die Gründe dafür seien vielfältig, so Ghandour: &quot;Manche Musliminnen und Muslime sehen den Cannabisgenuss vielleicht nicht als Sünde an. Schließlich hat jede und jeder das Recht auf eine eigene theologische Perspektive, die den eigenen Bedürfnissen und Überzeugungen entspricht. Anders als in einigen anderen Religionen gibt es unter Musliminnen und Muslimen keine zentrale Instanz, die festlegt, was erlaubt ist und was nicht.&quot; Die meisten muslimischen Gelehrten betrachten den Cannabiskonsum aus medizinischen Gründen ebenfalls als halal, also erlaubt: &quot;Der Cannabiskonsum zu medizinischen Zwecken wurde von der Mehrheit der muslimischen Gelehrten erlaubt&quot;, so Ghandour. &quot;Auch für Süchtige wurde es erlaubt. Und zwar diejenigen, die kleine Mengen konsumieren müssen, um sich langsam vom Konsum zu entwöhnen.&quot; 
 Judentum 
 Auch bei den Juden, von denen viele ihren Glauben sehr ernst nehmen, kann man sich kaum vorstellen, dass sie berauschenden Substanzen wohlgesonnen gegenüberstehen. Und doch nehmen in Israel bereits über 11.000 Patienten am staatlichen Programm für Cannabis als Medizin teil. Angebaut wird das Gras völlig legal im Kibbuz. So hat sich Israel mangels internationaler Konkurrenz, allein aufgrund der großen Anzahl an Patienten, klammheimlich zu einem der größten legalen Cannabis-Produzenten der Welt entwickelt, wie Michael Knodt in einem ausführlichen Artikel in der Vice berichtete.     Die Frage, ob Cannabis koscher ist, beschäftigt jüdische Menschen also umso mehr, zumal es weltweit Menschen jüdischen Glaubens gibt – auch in Ländern, in denen der recreational use bereits erlaubt ist. Im Gegensatz zu Tieren, Wein oder Käse wird Cannabis in den Vorschriften zur koscheren Zubereitung von Lebensmitteln nicht erwähnt. Dennoch hat ein hoch angesehener und weit bekannter Rabbiner, Efraim Zalmanovich, im Jahr 2013 seine Ansicht geschildert: Zumindest für medizinische Zwecke ist der Gebrauch von Cannabis mit dem Glauben vereinbar. Wer dabei helfe, Kranken das Gras zu besorgen oder zu verabreichen, vollbringe eine Mitzwa, also eine gute Tat, so Zalmanovich. Damit macht der Gelehrte den Dealer im weitesten Sinne zum Wohltäter, was wiederum nicht verwundert, wenn man bedenkt, dass es sich in diesem Fall um den israelischen Staat handelt. 800 Pfund medizinisches Cannabis geht dort monatlich über die (Apo-)Theke. Beim Freizeitkonsum sieht das schon anders aus, da die meisten Gelehrten einen Konsum zu Rauschzwecken nicht akzeptieren - darüber hinaus ist dieser zumindest in Israel auch nicht legal.     In einem kürzlichen Interview sprach Yosef Needleman über sein Buch &quot;Cannabis Chassidis&quot;, in dem er die Verbindung zwischen Marihuana und der jüdischen Tradition untersucht. Er betont, dass die Frage, ob Kiffen koscher ist, eher sekundär sei. Vielmehr stellt sich die Frage, ob die jüdische Tradition Ratschläge für einen verantwortungsbewussten Genuss von Rauschmitteln bietet.     Herr Needleman, aufgewachsen in Brooklyn und im orthodoxen Glauben erzogen, reiste nach Israel, um nach Traditionen zu suchen, die mit Wohlbefinden im Judentum zusammenhängen. Er entdeckte, dass es in den Schriften Verweise auf berauschende Kräuter gibt, darunter möglicherweise Cannabis. Er zitiert Interpretationen, die darauf hinweisen, dass bestimmte Zutaten in alten Texten auf Cannabis hinweisen könnten.     Die Diskussion dreht sich auch um psychoaktive Substanzen in der Tora, wie zum Beispiel bei den Mazzen, die während der Wüstenwanderung konsumiert wurden, und möglicherweise kollektive Halluzinationen verursachten. Needleman zeigt auf, dass einige chassidische Rebben der Neuzeit ebenfalls mit Cannabis experimentierten und Zitate sowie Geschichten dazu anführt.     Der Autor verweist darauf, dass sein Buch nicht als Plädoyer für den Cannabiskonsum zu verstehen ist. Er warnt vor den potenziellen Gefahren von exzessivem Konsum und betont, dass der verantwortungsvolle Umgang mit Rauschmitteln wichtig sei. Needleman rät zu einem bewussten Konsum, entweder alleine oder in kleinen, vertrauten Gruppen, und betont, dass ein sinnvoller Umgang auch das Erkennen eigener Grenzen einschließt. Und falls euch noch interessiert, wie es mit dem Trinken so aussieht: Grundsätzlich ist den Juden der Genuss von Alkohol erlaubt, alkoholische Getränke sind also koscher, viele Juden entscheiden sich jedoch dagegen. Eine Ausnahme gilt bei diesen allerdings für den Schabbat, zu dem traditionell ein Glas Wein gehört. Und auch an anderen Festtagen, wie Pessach, an dem das Ritual sogar vier Gläser vorschreibt, gehört Alkohol einfach zur feierlichen Handlung dazu. 
 Buddhismus 
 Der Buddhismus hat unterschiedliche Ansichten zum Thema Marihuana. Einige buddhistische Gruppen sind offener für den Konsum von Cannabis, während andere ihn strikt ablehnen. Interessanterweise spielte Cannabis eine Rolle in der Reise des Buddha, eine der wichtigsten Geschichten im buddhistischen Glauben – er ernährte sich laut Geschichte während der sechs Jahre auf dem Weg zur Erleuchtung von einem Hanfsamen pro Tag. Hanfsamen galten der Geschichte nach als einziges Lebensmittel, durch welches man Vollkommenheit erlangen konnte. 
 Der Buddhismus entstand im alten Indien zwischen dem 6. und 4. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Die Lehren des Buddha haben sich im Laufe der Zeit zu einer Vielzahl von Traditionen und spirituellen Praktiken entwickelt. Diese lehren über Karma, Wiedergeburt, das Erlangen von Befreiung vom Kreislauf der Wiedergeburt und das Eingehen ins Nirvana, was die Befreiung vom Leiden bedeutet.     Die buddhistischen Anhänger folgen den &quot;Fünf Silas&quot;, einer Reihe von Glaubensgrundsätzen, von denen das fünfte ausdrücklich Rausch durch Alkohol und Drogen verbietet. Dies würde den Konsum von Cannabis scheinbar ausschließen, es gibt jedoch Schriften im Mahakala-Tantra, die den medizinischen Gebrauch von Cannabis und anderen bewusstseinsverändernden Substanzen erwähnen. In einigen anderen Übersetzungen bezieht sich das Fünfte Gebot jedoch speziell auf Alkohol. Die Sorge beim Verzehr von berauschenden Getränken und Drogen ist, dass sie zu Unachtsamkeit und Verwirrtheit (im Sinne des Buddhismus) führen. 
 Die drei Hauptzweige des Buddhismus haben unterschiedliche Ansichten zu Cannabis: 
 
  Theravada-Buddhismus:  Diese älteste buddhistische Schule sieht Cannabis konservativ und lehnt es aufgrund des Fünften Silas ab. Sie haben eine strengere Haltung zu diesem Thema als andere Zweige. 
  Mahayana-Buddhismus:  Die Mahayana-Richtung akzeptiert zwar die Hauptlehren des Buddhismus, fügt jedoch eigene Lehren hinzu, was dazu führt, dass die Anhänger eine etwas entspanntere Einstellung zu Cannabis haben, und betonen, dass alles, was einem Menschen nützt, akzeptiert werden sollte. Dies weist auf eine gewisse Toleranz gegenüber medizinischem Marihuana hin. 
  Vajrayana-Buddhismus:  Diese Schule vertritt die Ansicht, einem schnelleren Weg zur Erleuchtung zu folgen, und betont das Karma stark. Sie haben die lockerste Haltung gegenüber Tabus wie Cannabis und ermutigen ihre Anhänger, die Reinheit in allen Dingen zu sehen, einschließlich Sex und Drogen wie Marihuana. 
 
 Im Allgemeinen akzeptieren viele Buddhisten*innen die Verwendung von medizinischem Cannabis für die mögliche Behandlung verschiedener körperlicher und geistiger Probleme. Auch der Dalai Lama Tenzin Gyatso (88) hat sich während seines Besuchs in Mexiko im Jahr 2013 bereits für die medizinische Verwendung von Marihuana ausgesprochen. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter nahm damals an einer vom ehemaligen mexikanischen Präsidenten Vicente Fox (2000-2006) organisierten Debatte über die Legalisierung von Marihuana teil und sprach sich dabei für eine „Ausnahme“ aus. Vor rund 4.000 Zuhörern wies der Dalai Lama auf die Gefährlichkeit der Droge hin, deren Gebrauch die Menschen „verrückt“ mache. Die einzige Ausnahme für einen legalen Konsum sei nach seinen Worten der Einsatz zu therapeutischen Zwecken. Fox hatte sich in der Vergangenheit mehrfach und öffentlich für die Entkriminalisierung von Marihuana ausgesprochen. Während der Rede des Dalai Lama hob der Ex-Präsident zustimmend seinen Daumen. 
 Abschließend lassen wir noch Helmut Poller mit einem Auszug aus seinem Paper zum Gebrauch von bewusstseinsverändernden Substanzen im buddhistischen Tantra zu Wort kommen, da es einen köstlichen Einblick in diese Strömung des Buddhismus bietet:     Was ist das Ziel aller Dharma-Praxis? Ein Zustand des Bewusstseins, der frei ist von Leiden und frei bleibt. Reines Gewahrsein, welches sich mit nichts von dem identifiziert, was es wahrnimmt, nicht außen, nicht innen, speziell nicht mit den fünf Geistesgiften. Diese werden zugelassen, so wie sie sich im Geist erheben, als Energiespiel, aber eben ohne sich in ihnen zu verlieren. Es sollte klar sein, dass es prinzipiell unmöglich ist, mit der Einnahme einer Substanz diesen Zustand des reinen Gewahrseins zu erreichen. Jede Substanz versetzt in einen temporär wirkenden Bewusstseinszustand, der nicht gehalten werden kann, er endet, wenn die Substanz aufhört zu wirken. Man muss das ganz klar sehen: Substanzen führen niemals zu einer bleibenden Erleuchtung. Somit können Substanzen kein Mittel sein, um Erleuchtung zu erlangen. Die wissenschaftliche Literatur kennt keinen einzigen Fall, wo durch Einnahme einer Substanz tatsächlich spirituelle Befreiung erzielt wurde, wobei ein Problem natürlich auch darin besteht, inwiefern spirituelle Befreiung überhaupt Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung sein kann. Jedenfalls ist der vergleichenden Religionswissenschaft kein spiritueller Meister bekannt geworden, der behauptet, seine Meisterschaft der Einnahme einer Substanz zu verdanken. Nicht mal Aleister Crowley, der den massiven Gebrauch von Drogen praktiziert und gelehrt hat, behauptet das von sich, und den „LSD-Papst“ Timothy Leary kann man wohl schwer als Religionsgründer sehen. Allerlei Erkenntnisse und Einsichten mithilfe von Drogen werden gewonnen, hin und wieder auch Einsichten, die zu einer anderen Lebensführung motivieren, die auch stabil bleibt - aber keine Befreiung, keine Siddhis, kein Zustand, der bleibt und keine Anstrengung erfordert, um zu bleiben. Kein Erwachen durch eine Substanz! Es ist schon klar, in jeder buddhistischen Gruppe auf dieser Welt sind Menschen zu finden, die Dinge sagen wie zum Beispiel: „Ohne LSD wäre ich nicht hier“. Mag sein, aber in den Dharma Methoden ist nun mal das Einnehmen von Substanzen als Methode nicht enthalten. Amen!, sagen wir, und machen genau an dieser Stelle im nächsten Monat mit dem Christentum, dem Hinduismus und den chinesischen Religionen weiter. 
   
 &amp;nbsp; 
 
   Quellen:&amp;nbsp;  &amp;nbsp;   
 
 
   Islam:   &amp;nbsp;    *    https://www.ndr.de/kultur/sendungen/freitagsforum/Cannabis-und-Islam-Passt-zusammen,cannabis604.html     &amp;nbsp;     &amp;nbsp;    *    https://hanfjournal.de/2020/12/21/cannabis-und-der-islam    /  &amp;nbsp;   
 
 
   *    https://www.321cbd.com/de/blog/107-cbd-und-islam-halal-oder-haram    &amp;nbsp;   
 
 
   *     https://www1.wdr.de/dossiers/religion/islam/halal100.html    &amp;nbsp;   
 
 
   Judentum:  &amp;nbsp;   
 
 
   *     https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/schon-die-tora-kennt-cannabis/    &amp;nbsp;   
 
 
   *     https://www.religionen-entdecken.de/lexikon/d/drogen-im-judentum    &amp;nbsp;   
 
 
   *     https://www.welt.de/debatte/kolumnen/schmonzes/article118901171/Koscher-kiffen-Wenn-der-Rabbi-den-Joint-erlaubt.html    &amp;nbsp;   
 
 
   *     https://www.vice.com/de/article/yv4nej/wie-koscher-ist-kiffen-293    &amp;nbsp;   
 
 
   Buddhismus:   &amp;nbsp;     &amp;nbsp;    *    https://herbliz.com/de/blog/cbd-guide/was-haben-religionen-mit-cbd-und-cannabis-zu-tun/#:~:text=Anhaltspunkte%20f%C3%BCr%20seinen%20Status%20als,St%C3%A4rke%2C%20Reinheit%20und%20Wohlbefinden%20an    .   &amp;nbsp;    &amp;nbsp;   
 
 
   *    https://www.royalqueenseeds.de/blog-eine-kurze-geschichte-der-cannabisnutzung-in-den-weltreligionen-n624#buddhismus-und-marihuana    &amp;nbsp;   
 
 
   *     https://marryjane.com/de/blog/cannabis-und-religion/    &amp;nbsp;   
 
 
   *https://static1.squarespace.com/static/64425ff85529894aa8ef7c2c/t/64739338bc02497ae9192672/1685295929028/drogen.dharma.pdf  &amp;nbsp;   
 
                ]]>
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                            <updated>2023-09-06T01:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Black Leaf present Travel Guide for Weed Smokers</title>
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                                            Black Leaf present Travel Guide for Weed Smokers
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                 Es ist Urlaubsaison, der Sommer ist in vollem Gange, und jeder, der es sich leisten kann, fährt oder fliegt so weit von zuhause weg wie möglich. Ob Kiffer oder nicht, Meer, Sonne, gutes Essen und andere Kulturen lassen bei jedem Menschen den Stress der letzten Monate abblättern. Nur ist das Reisen als Kiffer eine bisweilen anstrengende und sogar gefährliche Angelegenheit, hat man sich nicht eingehend über die Gesetze des Zielortes informiert. Vom Verlust des Hotelzimmers bis zum Verlust des Lebens kann einem da weltweit eine Menge passieren, also haben wir uns für eine Traveler-Kolumne der anderen Art entschieden – auf dass ihr safe durch eure Holidays kommt. 
 Holland 
 Obwohl Drogen, einschließlich Cannabis, nach dem niederländischen Opiumgesetz illegal sind, wird durch die sogenannte Toleranzpolitik sichergestellt, dass dieser Beschluss nicht durchgesetzt wird, wenn bestimmte Regeln eingehalten werden. Kunden von Coffeeshops müssen mindestens 18 Jahre alt sein, es gilt eine Höchstmenge von fünf Gramm pro Person pro Tag, Coffeeshops dürfen keinen Alkohol verkaufen, sie müssen eine gültige Lizenz besitzen und dürfen nicht mehr als 500 Gramm Cannabis auf Vorrat haben. Den einzelnen Städten steht es frei, den Verkauf von weichen Drogen durch zusätzliche Maßnahmen zu beschränken. In Amsterdam ist die Anzahl der Coffeeshops aufgrund politischer Beschlüsse in den letzten Jahren zurückgegangen. Wichtig zu wissen ist, dass Coffeeshops lediglich Cannabisprodukte verkaufen, während Smartshops auch psychedelische Trüffel verkaufen dürfen (jedoch keine “harten” Pilze, da diese verboten sind).&amp;nbsp;   Der Name &quot;Coffeeshop&quot; stammt übrigens vom Anfang der 70er Jahre. Der Name entstand durch den mehr oder weniger geheimen Drogenhandel in Cafés und Kneipen. Der Coffeeshop Mellow Yellow in Amsterdam (geschlossen seit 2017) war der erste Coffeeshop, der 1972 eine offizielle Verkaufserlaubnis von der Stadt erhielt. 
   Seitdem floriert das Geschäft, dass zum Teil illegal ist, weil die Shops über den Schwarzmarkt versorgt werden. Die Touristen und auch die meisten Einheimischen stört das wenig, und so kommen jährlich 17 Millionen Touristen nach Amsterdam, eine Stadt mit rund 900.000 Einwohnern.&amp;nbsp;   &quot;Overtourism&quot; ist das Zauberwort – ein weltweites Phänomen, wonach der Tourismus an vielen Orten mehr Schaden anrichtet als Nutzen bringt. Dem einen oder der anderen ist das allerdings zu viel, und so soll es zumindest in der Hauptstadt Amsterdam, die bei weitem nicht die einzige mit Coffee Shops, aber vielleicht die Schönste ist, bald ein “Blowverbod” geben. Das öffentliche Konsumieren von Cannabis in der Innenstadt wird also bald ein Ende haben. Dies kündigte die Stadtverwaltung an. Die Stadt solle für die Einwohnerinnen und Einwohner lebenswert gehalten und besser vor dem ausufernden Partytourismus geschützt werden, hieß es in einem Statement. Die Stadt denkt derzeit auch darüber nach, den Verkauf in den Coffeeshops zwischen 16 und 1 Uhr einzuschränken. Der Konsum wird in den Shops und dem Rest Hollands allerdings nicht eingeschränkt, und so bleibt es nach wie vor eine Kiffer-Reise wert. 
   Bei Ankunft bekommt ihr in manchen Shops eine Menükarte in die Hand gedrückt, auf der neben Kaffee, Tee und anderen nicht-alkoholischen Getränken auch vorgedrehte Joints, Haschkekse und Spacecakes aufgelistet sind. Bei anderen findet ihr das Menü über dem Tresen, und könnt dort auch direkt bestellen. Die Preise rangieren zwischen 7€ und 15€, können aber bei speziellem Weed auch mal ungeahnt in die Höhe schießen. Ihr könnt eure erworbenen Schätze entweder direkt dort rauchen bzw. verzehren oder mitnehmen (aber bitte nicht über die Grenze schmuggeln!). Das Personal in den Coffeeshops ist super hilfsbereit, und berät euch gerne, sodass ihr euch unbekümmert mit dem “niederländischen Kulturgut” vertraut machen könnt. Um genau den Coffee Shop zu finden, der zu euch passt, und der am besten noch ganz in der Nähe liegt, gibt es ein tolles Tool von  Greenmeister . Man kann dort nicht nur nach bestimmten Shops, und Shops in der Nähe suchen, sondern auch nach Sorten. 
  Viel Spaß beim Ausprobieren!  
 Spanien 
 In Spanien dagegen ist der Verkauf von Cannabis eine Straftat und kann zu Gefängnisaufenthalt führen. Der Eigengebrauch und der persönliche Anbau von Cannabis ist in Spanien allerdings keineswegs illegal, solange es zu Hause oder auf Privatgrundstücken konsumiert wird. Eine Möglichkeit besteht darin, Cannabis privat anzubauen - das Gesetz erlaubt den Anbau von maximal zwei Pflanzen pro Haushalt an einem abgeschirmten Ort, der vor der Öffentlichkeit verborgen ist. Eine alternative Lösung sind die &quot;Social Clubs&quot;, die im ganzen Land verbreitet sind. Es gibt etwa 700 solcher Clubs, von denen allein in Barcelona, der Hauptstadt Kataloniens, rund 400 existieren. Die Clubs bewegen sich in einer rechtlichen Grauzone. Spaniens Betäubungsmittelgesetz stammt von 1967, aus der Zeit des Franquismus. 1978 wurde es von der demokratischen Verfassung eingeschränkt. Die Verfassung erlaubt demnach den Konsum in den eigenen vier Wänden und auch den privaten Cannabis-Anbau in kleinem Rahmen. &quot;Auf dieser Basis organisieren die Clubs den gemeinsamen Einkauf für den Eigenkonsum auf nicht profitorientierter Basis. Cannabis verkaufen dürfen die Clubs demnach nicht, vielmehr holen die Mitglieder dort ihren Anteil ab. Es gilt ein Limit von zwei Gramm pro Tag, denn dies gilt noch als verantwortungsvoller Konsum - der Rest ist Auslegungssache der Gerichte. So gab es im Jahr 2016 plötzlich eine höchstrichterliche Entscheidung, wonach die Clubs insgesamt illegal sein könnten. Allerdings entschieden weiterhin viele Richter zugunsten der Clubs, solange die sich an die Regeln halten. 
   &quot;Unser Club dient eigentlich nur dazu, die Produkte für unsere Mitglieder aufzubewahren. Sie können herkommen, sich entspannen und genießen&quot;, sagt Luca, Inhaber eines Social Clubs in Madrid. Die Cannabis-Clubs, von denen es in Spanien heute etwa 1000 bis 2000 gibt, gelten als Privaträume nicht gewinnorientierter Organisationen, Vereinsheime gewissermaßen. Hier ist ebenso wie in privaten Wohnungen das Kiffen erlaubt. Oder zumindest nicht ausdrücklich verboten. Die spanische Gesetzeslage ist nicht eindeutig. Ein Gesetz, das Cannabis Social Clubs erlaubt, wie es in Deutschland nun angedacht ist, gibt es in Spanien jedenfalls nicht.   Doch mal ganz ehrlich - auch als Tourist steht dir nichts im Weg, Mitglied in einem der Weed Clubs in Spanien zu werden! Um Mitglied in einem dieser Weed Clubs zu werden, musst du in jedem Fall Volljährig sein und von einem bestehenden Cannabis Club Mitglied empfohlen werden. Entweder du hast Freunde oder Bekannte, welche bereits Mitglied in einem Weed Club in Barcelona, Teneriffa, Gran Canaria, Marbella oder deinem Reiseziel in Spanien sind, oder du versuchst die Cannabis Clubs direkt zu kontaktieren. Allerdings haben die meisten Weed Clubs keine eigene Internetseite; ein Großteil der Cannabis Clubs hat allerdings Social Media Accounts, auf welchen man sie anschreiben kann. Bevor 2021 in Barcelona die Gesetze verschärft wurden, war es auch kein Problem eine Einladung direkt vom Cannabis Club selbst zu erhalten, doch seit 2021 sind die guten Weed Clubs in Barcelona sehr vorsichtig geworden, und schicken selten Einladungen über Social Media! Du kannst versuchen einen passenden Weed Club selbst zu finden, oder du guckst dich einfach mal bei Canna Holydaze um, denn das Unternehmen hat die besten Weed Clubs in Barcelona, Marbella, Malaga, Cadiz, Fuengirola, Torremolinos, Estepona und auf Teneriffa, Gran Canaria sowie Lanzarote gesammelt, und stellt Online, also noch vor Reiseantritt, Mitgliedspässe für die gewünschten Social Clubs aus! Solltet ihr euch einfach mal einen Überblick über die beliebtesten spanischen Cannabis Social Clubs machen wollen, haben die Kollegen von Sensi Seeds ein ziemlich detailliertes  Ranking  erstellt. 
 Südafrika 
 Südafrika ist ein Land an der Südspitze des afrikanischen Kontinents, das mehrere ganz unterschiedliche Ökosysteme hat. Das Safariziel Krüger-Nationalpark im Landesinneren ist die Heimat großer Wildtiere. Am Westkap gibt es Strände, üppige Weinberge rund um Stellenbosch und Paarl, schroffe Felsen am Kap der Guten Hoffnung, Wälder und Lagunen entlang der Garden Route sowie Kapstadt unterhalb des Tafelbergs. Er ist der am weitesten entwickelte Wirtschaftsraum des afrikanischen Kontinents.   Vor wenigen Jahren wurde der Freizeitkonsum von Cannabis, das in Südafrika oft als &quot;Dagga&quot; bezeichnet wird, durch das Verfassungsgericht legalisiert. Diese Legalisierung erstreckt sich auf alle privaten Räume, einschließlich der eigenen vier Wände und des eigenen Autos, aber nicht auf den öffentlichen Raum. Die Begründung für diese Entscheidung basiert auf der liberalen südafrikanischen Verfassung, die das Recht auf Privatsphäre gewährleistet und das Verbot des Cannabis-Konsums als verfassungswidrig erachtet. Julian Stobbs und Myrtle Clarke, auch als das &quot;Dagga-Paar&quot; bekannt, werden als maßgeblich für die Legalisierung von Cannabis in Südafrika angesehen. Anstatt sich wegen des Besitzes und Handels mit Cannabis schuldig zu bekennen, reichten sie eine Klage gegen die Regierung wegen des Cannabisverbots ein und argumentierten, dass die entsprechenden Gesetze verfassungswidrig seien. 
   Südafrika gehört zu den Vorreitern der Cannabis-Legalisierung. Das Verbot des Anbaus und Besitzes von Cannabis für den Privatgebrauch wurde ebenfalls aufgehoben. Es bleibt jedoch weiterhin verboten, Cannabis zu verbreiten und zu verkaufen. Lediglich der Handel mit medizinischem oder pharmazeutischem Cannabis, der durch Lizenzen reguliert ist, ist seit 2017 erlaubt, ebenso wie der Handel mit Produkten, die weniger als 0,2 % des berauschenden Stoffes THC enthalten, wie zum Beispiel CBD-Öl.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; 
   Einige der besten Cannabis Landrassen Geneticken stammen aus Südafrika. Die wohl bekannteste Sorte ist Durban Poison aber auch Strains wie die sehr potente (18-20% THC) Sativa Sorte (KwaZulu) Powerplant konnten sich Weltweit einen Namen machen. Weniger bekannte Landrassen aus Südafrika sind Swazi Gold, Pondo Gold und Rooibaard. In Kapstadt gibt es beispielsweise seit 2000 der Cannabis Marsch Jährlich statt, 2018 erreichte das 420 Event bereits mehr als 6000 Teilnehmer. In den letzten 4 Jahren sind im ganzen Land aber vor allem in den Regionen um Johannesburg und Kapstadt immer mehr 420 Cafés in welchen gemeinsam gekifft werden darf, CBD-Restaurants, 420 Events und natürlich auch private Cannabis Clubs entstanden. Mittlerweile gibt es sogar gleich mehrere Cannabis Cups im Land bei welchen sich die Clubs, Farmen und Züchter messen können. 
   In Südafrika gibt es einige der weltweit innovativsten Clubs. Diese Clubs bieten verschiedene einzigartige Highlights, darunter ein Club mit eigener Pizzeria, ein Club mit Wolfsaufzuchtstation sowie eine Cannabis Academy mit dazugehöriger Outdoor-Cannabis-Farm und ein Privat Cannabis Club. Interessanterweise gibt es in der Verwaltung der Cannabis Clubs in Südafrika und Spanien kaum einen großen Unterschied, möglicherweise ist der größte Unterschied sogar der Name. In Spanien werden diese Clubs offiziell als Cannabis Social Clubs (CSC) bezeichnet, während sie in Südafrika als Privat Cannabis Clubs (PCC) bekannt sind. Die meisten dieser Cannabis Clubs in Südafrika betreiben ihre Aktivitäten gemäß den Richtlinien der ENCOD (Die Europäische Koalition für eine gerechte und wirksame Drogenpolitik). Nach ENCOD können Cannabis Clubs in jedem Land der Welt legal operieren, in dem der Cannabisanbau für den persönlichen Gebrauch entkriminalisiert wurde. Diese Clubs sind Vereinigungen, in denen erwachsene Personen ihr verfassungsmäßiges Recht auf Anbau, Konsum, Besitz und Austausch von Cannabis im privaten Rahmen wahrnehmen können. 
   Die Clubs halten sich streng an die Richtlinien der ENCOD und handeln stets im Sinne der Gemeinschaft. In ihnen herrscht vollständige Transparenz, und das Angebot richtet sich nach der Nachfrage.&amp;nbsp;   Wer jetzt Lust auf einen Urlaub in Südafrika, oder einem anderen Kifferparadies bekommen hat, dem sei Bud and Breakfast ans Herz gelegt. BudandBreakfast.com ist eine Website für Reisende, die Unterkünfte mit einer cannabisfreundlichen Einstellung suchen. Die Idee dahinter: Cannabis rauchende Touristen mit cannabisfreundlichen Hotels, Pensionen, Wohnungen und Resorts auf der ganzen Welt zu verknüpfen.   Das 2013 gegründete Unternehmen bietet Angebote in Orten wie Chicago, New York, Hawaii, Jamaika, und eben auch Südafrika. Außerdem gibt auch ein paar Unterkünfte in Europa. Wie bei Airbnb können Besitzer ihre Immobilien für Gäste einstellen. Während manche nur die Nutzung von Cannabis auf dem Grundstück erlauben, bieten andere sogar Erlebnisse, oder stellen selbst Cannabis zur Verfügung.  
 Was Dich im zweiten Teil erwartet? 
 Im zweiten Teil unserer Kolumne werden wir uns mit drei weiteren Ländern befassen, die einen entspannten Urlaub für Kiffer erlauben, bevor wir uns im letzten Teil dann die Länder anschauen, in die ihr bitte auf keinen Fall zum Smoken reist, wenn euch Leib und Leben lieb sind. 
 &amp;nbsp; 
   
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                            <updated>2023-08-18T02:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Kiffen in der Schwangerschaft</title>
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                                            Kiffen in der Schwangerschaft: Gefahren im Fokus.
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                 Normal oder fatal? 
 Die Schwangerschaft ist zweifellos eine der bemerkenswertesten und bedeutendsten Phasen im Leben einer Frau. Während dieser Zeit erlebt der weibliche Körper eine Vielzahl von Veränderungen, um das Wachstum und die Entwicklung eines neuen Lebens zu ermöglichen. Doch wie bei jeder Lebensphase, so ist auch die Schwangerschaft nicht frei von Herausforderungen und Risiken, die sowohl die werdende Mutter als auch das ungeborene Kind betreffen können. Unter den zahlreichen Faktoren, die eine gesunde Schwangerschaft gefährden können, stellt der Drogenmissbrauch einen der gefährlichsten dar, da er schwerwiegende Folgen für die Gesundheit des Kindes und die langfristige Entwicklung haben kann. In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf die Risiken des Cannabiskonsums während der Schwangerschaft, und beleuchten die Auswirkungen, die er auf das ungeborene Leben, und die Gesundheit der Mutter haben kann. 
 Risikoschwangerschaft 
 Untersuchungen zu den Auswirkungen des Cannabiskonsums in der Schwangerschaft auf das Neugeborene haben in den letzten Jahren keine eindeutigen Belege erbringen können. Hinweise auf Folgeschäden wie ein geringeres Geburtsgewicht des Kindes oder spätere Verhaltensprobleme sind nicht endgültig geklärt. Diskutiert werden auch Sprach-, Gedächtnis- und Lernstörungen für das werdende Kind als Folge des Cannabiskonsums der Mutter während der Schwangerschaft. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass Cannabiskonsum die Wahrscheinlichkeit einer Risikoschwangerschaft erhöht, da das THC die Einnistung des Embryos in der Gebärmutter verhindern kann. Ein Forschungsteam der Vanderbilt University Medical Center in Nashville führte Experimente an Mäusen durch, um den biologischen Prozess zu untersuchen, der dazu führt, dass sich die befruchtete Eizelle vom Eileiter zur Gebärmutter bewegt, und sich dort einnistet. Die Studie ergab, dass THC diesen Prozess erheblich beeinträchtigen kann. Interessanterweise verließen keine der Eizellen, die dem Wirkstoff von Cannabis ausgesetzt waren, die Eierstöcke und erreichten die Gebärmutter. Der Leiter der Untersuchung, Sudhansu Dey, äußerte Besorgnis über die aktuellen Ergebnisse, da sie darauf hindeuten, dass der Konsum von Marihuana während der Schwangerschaft potenziell negative Auswirkungen auf den sich entwickelnden Fötus haben, und das Risiko einer    problematischen Schwangerschaft erhöhen könnte. Die Forscher fanden heraus, dass THC in den Haushalt von Anandamiden eingreift, das sind körpereigene Cannabinoide, die eine wichtige Rolle beim Durchgang der Eizelle zur Gebärmutter spielen. Damit die Eizelle diesen kritischen Weg erfolgreich zurücklegen kann, muss die Anandamid-Konzentration im Eileiter genau im richtigen Bereich liegen. Eine geringfügige Abweichung von diesem optimalen Pegel führt dazu, dass die Eizelle im Eileiter verbleibt, was die Chancen auf eine normale Schwangerschaft und das Überleben des Embryos erheblich verringert. Es soll aber hier noch einmal erwähnt sein, dass Tierstudien, ob sie für oder gegen Cannabis sprechen, nicht repräsentativ für die Wirkung von Cannabis im menschlichen Körper sind. Sie sind lediglich ein Werkzeug, um Wirkungen oder Nebenwirkungen einzugrenzen. Weitere Studien sind hier also dringend nötig. 
 Neurologische Defizite bei Kindern 
 Die Studie, welche von NORML am 15. Juni 2023 veröffentlicht wurde, befasst sich mit der pränatalen Cannabis-Exposition, und fand heraus, dass diese offenbar nicht mit späteren neurologischen Defiziten assoziiert ist.    New York: Kinder, die im Mutterleib Cannabis ausgesetzt waren, zeigen später im Leben keine klinischen neurologischen Defizite, so die Ergebnisse einer Langzeitstudie, die im Journal für Pädiatrie und Perinatale Epidemiologie veröffentlicht wurde. Forscher der Columbia University untersuchten die neurologische Entwicklung einer Kohorte von 2.868 Kindern, die zwischen 1989 und 1992 geboren wurden. Die Studienteilnehmer wurden im späten Kindesalter und erneut im frühen Erwachsenenalter bewertet. Nachdem die Forscher mögliche Störfaktoren berücksichtigt hatten, zeigten die Kinder, die im Mutterleib Cannabis ausgesetzt waren, keine Unterschiede in den Bewertungen im Vergleich zu den Kindern, die keiner Exposition ausgesetzt waren. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss: &quot;Kinder mit pränataler Marihuana-Exposition schnitten in neuropsychologischen Bewertungen im Alter von 10 Jahren und erneut im Alter von 19 bis 20 Jahren nicht schlechter ab als unbelastete Kinder... Weitere Forschung ist in einer zeitgemäßeren Geburtskohorte mit einer Reihe von neuropsychologischen Untersuchungen erforderlich, um die Auswirkungen der pränatalen Marihuana-Exposition auf die neurologische Entwicklung weiter zu klären. Die Ergebnisse der Studie stehen im Einklang mit mehreren früheren Kohortenstudien, die die langfristigen Gesundheitsergebnisse in Verbindung mit pränataler Cannabis-Exposition untersucht haben. Eine Überprüfung dieser Studien aus dem Jahr 2017 kam zu dem Schluss: &quot;Die Beweisgrundlage für die Gesundheitsergebnisse von Mutter und Kind in Bezug auf den Cannabiskonsum während der Schwangerschaft ist umfangreicher als bei vielen anderen Substanzen. Obwohl theoretisch eine mögliche Beeinträchtigung der neurologischen Entwicklung durch Cannabis besteht, haben menschliche Daten aus vier prospektiven Kohorten keine langfristigen oder dauerhaften bedeutenden Unterschiede zwischen Kindern, die im Mutterleib Cannabis ausgesetzt waren, und denen, die keiner Exposition ausgesetzt waren, identifiziert.&quot; Der vollständige Text der Studie &quot;Neurodevelopmental outcomes in children after prenatal exposure&quot; ist in der Zeitschrift für Pädiatrie und Perinatale Epidemiologie verfügbar. Weitere Informationen findet ihr im NORML Fact Sheet &quot;Maternal Marijuana Use and Childhood Outcomes&quot;.    
 Wachstumsverzögerung 
 US-Forscherinnen um Dr. Phoebe Dodge vom Central Michigan University College fanden Hinweise darauf, dass der Zeitpunkt, wann und wie lang Mütter in der Schwangerschaft Cannabis konsumieren, einen Einfluss darauf hat, wie groß das Wachstumsdefizit der Neugeborenen ist, berichtete der MDR im Mai dieses Jahres. Schon lange wird diskutiert, ob der Cannabis-Konsum generell zu Wachstumsverzögerungen bei ungeborenen Kindern führen kann. In früheren Untersuchungen wurde bereits festgestellt, dass Marihuana-Konsum in der Schwangerschaft zu einer Beeinträchtigung des Sauerstoff- und Nährstofftransfers zum Fötus führt, weil die Entwicklung des fetalen-plazentaren Kreislaufes gestört wird, und auch der mütterliche Blutraum verändert ist. Zudem sind die fötalen Kapillarflächen verringert und es kann zu einer verstärkten Kollagenablagerung kommen. Man nimmt an, dass das auf einen Mechanismus für Auswirkungen auf das fötale Wachstum hindeutet. Dr. Phoebe Dodge und ihr Forscherteam untersuchten 109 Frauen, die während ihrer Schwangerschaft ausschließlich Marihuana konsumierten. In dieser Gruppe wurden keine anderen Substanzen wie Tabak, E-Zigaretten, Alkohol oder andere illegale Drogen nachgewiesen. Anschließend wurde diese Gruppe in zwei Untergruppen aufgeteilt: Frauen, die nur vor der 14. Schwangerschaftswoche Marihuana konsumierten, und Frauen, die den Konsum bis zur 26. Schwangerschaftswoche fortsetzten. Die Neugeborenen dieser Frauen wurden hinsichtlich ihres Gewichts, ihrer Körperlänge und des Kopfumfangs untersucht und mit einer Kontrollgruppe von Frauen verglichen, die keine Drogen konsumierten. Die Ergebnisse zeigten, dass der Marihuana-Konsum während der gesamten Schwangerschaft im Vergleich zu einem Konsum nur zu Beginn den stärksten Einfluss auf das Wachstum des ungeborenen Kindes hat. Sowohl das Gewicht als auch der Kopfumfang des Babys wurden beeinflusst. Interessanterweise war das Gewicht selbst dann geringer, wenn die Mutter nur zu Beginn der Schwangerschaft Marihuana konsumierte. Hingegen war der Kopfumfang der Kinder nur reduziert, wenn die Mütter den Konsum bis zum zweiten Trimester fortsetzten. Die Forscherinnen kommen zu dem Schluss, dass der Zeitpunkt des Marihuana-Konsums eine Rolle spielen könnte, da die Wachstumsdefizite im Allgemeinen am stärksten bei Frauen auftreten, die während der gesamten Schwangerschaft Cannabis konsumierten. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass der Großteil der fetalen Gewichtszunahme und des Wachstums im dritten Trimester stattfindet. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch, dass der Marihuana-Konsum selbst bei Konsum nur in der Frühschwangerschaft bedeutende Auswirkungen auf das Wachstum hat. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf das spätere Leben dieser Babys haben.   Ein niedriges Geburtsgewicht und ein kleiner Kopfumfang werden mit neurologischen und psychologischen Problemen, gesundheitlichen Komplikationen in der Kindheit und der Entwicklung verschiedener nicht übertragbarer Krankheiten im Erwachsenenalter in Verbindung gebracht. Es deutet auch auf ein höheres Risiko für kognitive Verzögerungen und neurologische Entwicklungsstörungen (einschließlich ADHS) hin. Die Forscherinnen betonen, dass die Chancen für ein normales Wachstum des Fötus und letztendlich eine bessere Gesundheit und Entwicklung des Kindes umso größer sind, je früher die Mütter den Marihuana-Konsum einstellen. 
 Ein zweischneidiges Schwert 
 Eine durchaus interessante Betrachtung zum Thema ist im Jahr 2019 in der Hebammenzeitschrift erschienen, und beleuchtet eingangs zwei Studien aus Kanada, von der wir uns die erste anschauen werden. Außerdem überrascht der Artikel mit dem Fakt, dass in den USA zwischen 2002 und 2016 der Anteil der Schwangeren, die im vorausgegangenen Monat Cannabis konsumiert hatten, von 3,4 % auf 7,0 % gestiegen ist. Jede zehnte Schwangere in den USA greift demnach hin und wieder zu einem „Joint“. Für Deutschland gibt es dazu leider keine Zahlen, da der Konsum hier nicht legal ist, weshalb eine Befragung sicher nicht zu aussagekräftigen Antworten geführt hätte. In der Studie des Ottawa Hospital Research Institute wurden die möglichen Auswirkungen des Cannabiskonsums während der Schwangerschaft untersucht. Die Forscher analysierten Daten von Schwangeren in Kanada, die seit 2009 im &quot;Born Ontario&quot; -Register erfasst wurden. Von den 661.617 Frauen mit Einzelschwangerschaften gaben 9.427 an, Cannabis konsumiert zu haben. Bei 12,0% dieser Frauen wurde das Kind vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren, verglichen mit 6,1% der Frauen, die keinen Cannabiskonsum angegeben hatten. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Cannabiskonsumentinnen häufiger andere Risikofaktoren aufwiesen, die nicht auf den Konsum zurückzuführen waren, wie z. B. höheres Alter, erstmalige Schwangerschaft, geringeres Einkommen, Rauchen und seltenerer Besuch von Vorsorgeuntersuchungen. Die Ergebnisse können daher durch diese Faktoren verzerrt sein, was in epidemiologischen Studien berücksichtigt werden sollte. Besonders spannend war jedoch, dass sich für die Mütter aber auch mögliche Vorteile fanden. So kam es etwas seltener zu einer Präeklampsie (4,4 % versus 4,9 %) und zu einem Schwangerschaftsdiabetes (4,3 % versus 4,7 %). Auch hier gilt, dass die epidemiologische Studie den Vorteil nicht belegen kann. Etwas überspitzt könnte also von einem Zielkonflikt ausgegangen werden. Der Cannabiskonsum in der Schwangerschaft könnte der Mutter nutzen (weniger Emesis, Gestose und Diabetes) und gleichzeitig dem Kind schaden (mehr Früh- und Mangelgeburten), wobei natürlich Gestose und Diabetes dem Kind natürlich ebenfalls schaden können, so die Deutsche Hebammen Zeitschrift. 
 Fazit 
 Auch wenn Cannabis zweifellos gewisse Vorteile, vor allem für die Gesundheit und die psychische Verfassung der Mutter hat, ist ein Cannabiskonsum in der Schwangerschaft nicht ratsam. Die Studienlage ist, wie so oft bei Cannabis bezogenen Themen, dürftig, und doch zeichnet sich ab, dass es zu diversen Problemen für das neue Leben führen könnte. Kein entspannter Abend und kein noch so leckerer Keks rechtfertigen eine Inkaufnahme der Schädigung des eigenen Kindes (und natürlich auch die anderer Kinder nicht). Da THC plazentagängig ist, versorgt man den Fötus quasi mit jedem Zug mit, und da schon ein Konsum in Gegenwart von Kindern nicht gutgeheißen werden kann, stellt sich die Frage bei einer Schwangerschaft eigentlich erst gar nicht. Leider existieren bisher keine Studien zu Schwangerschaft und Cannabis als Medizin, doch da Cannabismedikamente immer populärer werden, werden diese hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten lassen. 
   
 &amp;nbsp;Quellen: * https://norml.org/news/2023/06/15/study-prenatal-cannabis-exposure-not-associated-with-later-neurodevelopmental-deficits * https://www.drugcom.de/haeufig-gestellte-fragen/fragen-zu-schwangerschaft-und-drogen/cannabis-in-der-schwangerschaft/#:~:text=Aufgrund%20des%20m%C3%B6glichen%20Einflusses%20von,siehe%20auch%20Tabak%20und%20Schwangerschaft * https://www.drugcom.de/news/cannabiskonsum-gefaehrdet-schwangerschaft/#:~:text=Cannabiskonsum%20kann%20negative%20Auswirkungen%20auf,des%20Embryos%20in%20die%20Geb%C3%A4rmutter * https://www.mdr.de/wissen/cannabis-konsum-in-schwangerschaft-negative-auswirkungen-baby-100.html#:~:text=In%20fr%C3%BCheren%20Untersuchungen%20wurde%20bereits,der%20m%C3%BCtterliche%20Blutraum%20ver%C3%A4ndert%20ist 
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                            <updated>2023-07-27T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Cannabis und Schlaf</title>
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                                            Dass Weed beim Schlafen hilft, ist nun wirklich nix neues – viele Menschen konsumieren es sogar genau aus diesem Grund. Doch wie löst das grüne Gold den Schlaf überhaupt aus, kann man sich daran gewöhnen wie bei Schlaftabletten, und vor allem – Ist das gesund? 
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                 Was kann Cannabis wirklich? 
 Dass Weed beim Schlafen hilft, ist nun wirklich nix neues – viele Menschen konsumieren es sogar genau aus diesem Grund. Doch wie löst das grüne Gold den Schlaf überhaupt aus, kann man sich daran gewöhnen wie bei Schlaftabletten, und vor allem – Ist das gesund? Diesen und noch vielen anderen Fragen gehen wir hier mal wissenschaftlich auf den Grund. 
 Ursachen von Schlafstörungen (Insomnie) 
 Der Ursache nach lassen sich Schlafstörungen in primäre Schlafstörungen und sekundäre Schlafstörungen einteilen. Bei der primären Schlafstörung gibt es keine seelische oder körperliche Ursache. Vielmehr werden sie zum Beispiel durch ungünstige Schlafbedingungen oder aber Stress verursacht. Hingegen haben sekundäre Schlafstörungen eine psychische oder körperliche Ursache. Häufige Ursachen sind unter anderem: 
 
 neurologische Erkrankungen (z. B. zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmus-Störung, chronische Schmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen Restless-Legs-Syndrom) 
 psychische Störungen bzw. psychische Erkrankungen (z. B. Depression, Angststörungen) 
 Medikamente (z. B. Antidepressiva, Schilddrüsenhormone, Asthma Medikamente) 
 
 Darüber hinaus können auch verschiedene legale und illegale Drogen und Substanzen Schlafprobleme verursachen, wie beispielsweise in Form von Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Zu diesen Substanzen gehören zum Beispiel Alkohol, Koffein, Nikotin und Kokain. 
 Diagnosekriterien 
 Zur Diagnosestellung der nichtorganischen Schlafstörungen gibt das ICD-10 folgende Kriterien vor: 
 
 Es liegen Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen oder eine schlechte Schlafqualität vor. 
 Die Schlafstörungen treten mindestens 3-mal pro Woche auf (seit mindestens einem Monat). 
 Betroffene beschäftigen sich gedanklich sowohl nachts als auch während des Tages mit ihrer Schlafstörung und deren negativen Konsequenzen. 
 Die Schlafstörung verursacht einen deutlichen Leidensdruck oder wirkt sich störend auf Alltagsaktivitäten aus. 
 
 Bei der organischen Insomnie wird davon ausgegangen, dass eine körperliche Erkrankung zugrunde liegt, welche die Schlafstörung bedingt. In der Regel kann jedoch keine eindeutige Ursache gefunden werden und so nicht sicher zwischen organischer und nichtorganischer Insomnie unterschieden werden. 
 Wie wirkt Cannabis auf den Schlaf? 
 Jeder, der schonmal Indica geraucht hat, weiß, wie einen das in die Couch drücken kann, und auch zum Einschlafen fällt die Wahl wohl eher auf ein Kush, statt auf Haze. Doch THC enthalten beide oft in ähnlichen Mengen, ebenso wie CBD und andere Cannabinoide. Da fragt man sich, ob die Schlafanstoßende Wirkung wirklich von den Cannabinoiden kommt, oder ob sich die Antwort eher im Terpenprofil versteckt. Terpene, das sind winzige Kohlenwasserstoffe, die für den Geruch/Geschmack unseres Weeds sorgen, darüber hinaus aber noch viele andere Wirkungen haben. Auch im Obst und Gemüse sind sie enthalten, tragen zur Wirkung von Kräutern bei und geben jedem ätherischen Öl seinen Duft. Sie sind antibakteriell, entzündungshemmend und haben noch viele weitere Eigenschaften, doch sind sie es nun, die uns ins Land der Träume schicken, oder ist das alles noch viel komplexer? 
 Die Antwort ist der Entourage-Effekt, der eine Synergie aus verschiedenen Stoffen bezeichnet, die gemeinsam zu der erwünschten Wirkung führen. THC alleine mach nämlich eher nicht müde ganz im Gegenteil! Es erhöht den Puls, kann Angst fördern, und Unruhe hervorrufen. Auch CBD allein ist nicht unbedingt schlaffördernd, zumindest gibt es bisher keine Studien, die dies mit einer Signifikanz belegen. Es senkt den Blutdruck, senkt leicht den Muskeltonus, und trägt so seinen Teil zur Entspannung und Schlafförderung bei, doch dieser Effekt ist weit von der Wirkung entfernt, die wir mit einem Joint am Abend assoziieren – sie ist eben nur eine Teilwirkung. Auch CBN, ein weiters Cannabinoid, ist in den letzten Jahren in den Fokus der Schlafforschung gerückt, und bietet offenbar großes Potential. Eine randomisierte, Placebo kontrollierte Cross-over-Studie am Zentrum für Schlafforschung der University of Western Australia zeigte eine signifikante Verbesserung des Schlafs, nach einer Gabe einer öligen Lösung mit Terpenen, THC, CBD und CBN, was bedeutet, dass auch die Forschung auf den Entourageeffekt setzt. Leider haben auch hier wieder nur sehr wenige Menschen teilgenommen, weshalb die Studie nicht repräsentativ ist, sondern nur ein Anreiz, in dieser Richtung größere Studien zu veranlassen. Dass Terpen den Schlaf beeinflussen, weiß jeder, der sich schonmal auf ein Lavendelkissen gelegt hat. Das beruhigende Terpen heißt Linalool, und kommt auch in einigen Cannabissorten vor. Bisher wurde von einer reinpsychischen Wirkung des Geruchs ausgegangen, ebenso wie in der Aromatherapie. Es ist also auch in diesem Bereich Zeit für die Forschung, genauer hinzusehen, da es sehr wahrscheinlich ist, dass eine Einnahme oder Inhalation durchaus einen physiologischen Effekt haben können. 
 Gibt es Nebenwirkungen und Gewöhnung? 
 Die zuvor erwähnte Studie zu Cannabis und Schlaf hat unter anderem auch die Nebenwirkungen untersucht, und kam zu folgendem Schluss: “Zwei Drittel (67 %) berichteten von leichten Nebenwirkungen, die jedoch meist über Nacht oder kurz nach dem Erwachen verschwanden. Am häufigsten waren dies Mundtrockenheit und Schwindel. Nur eine Person brach die Studie aufgrund unerwünschter Effekte ab, sodass die Daten von 23 Patient*innen ausgewertet wurden. Bei älteren Patient*innen und bei psychiatrischen Vorerkrankungen ist allerdings Vorsicht angebracht, da Halluzinationen und Schwindel problematisch sind.” Aber auch hierfür gibt es eventuell bald eine Lösung, denn in den letzten Jahren ist die Forschung zu THC-Delt-8 erwacht, einem engen Verwandten des THC-Delta-9, welches wir normalerweise meinen, wenn wir über THC sprechen. Delta-8 hat dieselben Wirkeigenschaften wie Delta-9, nur bindet es etwas schwächer an die Rezeptoren, weshalb Nebenwirkungen kaum stattfinden. Dadurch könnte es in der Behandlung von alten Menschen, Kindern und Menschen die empfindlich reagieren eine Alternative zu Delta-9 darstellen. Ein Problem, das allerdings bei der Nutzung von Cannabis als Schlafmittel auftritt, kennt man auch von herkömmlichen Schlafmitteln aus der Apotheke – die Toleranzentwicklung. Allerdings läuft man bei Cannabis nicht Gefahr, körperlich abhängig zu werden, wie es bei vielen Präparaten aus der Apotheke der Fall ist, eine psychische Abhängigkeit, die gerade bei dem Wunsch nach Schlaf und Entspannung schnell entstehen kann, ist allerdings auch nicht zu unterschätzen. Möchte man seine Toleranz loswerden, hilft nur das Einlegen einer Konsumpause für mindestens eine Woche. 
 Cannabis oder Schlaftabletten – was ist gesünder? 
 “Die Schlafpillen können nicht nur zu unzähligen Nebenwirkungen führen, sondern es können Gedächtnisverlust und Tagesschläfrigkeit sowie eine erhöhte Neigung zu Stürzen auftreten, was besonders für ältere Patienten eine Gefahr darstellt.”, führt uns ein Online-Magazin, dass sich ausschließlich mit Schlaf befasst in das Thema ein. Viele kennen das Gefühl des ausgeknockt seins nach einer Schlaftablette – als hätte einem jemand die Nacht geklaut. Das Schlafverhalten wird von fast jedem chemischen Schlafmittel negativ beeinflusst, die natürlichen Schlafzyklen und Schlafphasen erfahren eine Veränderung. Zahlreiche Schlafmittel haben zur Folge, dass die für die körperliche Erholung wichtigen Tiefschlafphasen wegfallen, und der für die psychisch-seelisch Erholung wichtige Traumschlaf meist verkürzt wird. Schlafmittel erzwingen den Schlaf, so als ob uns jemand betäubt hätte. Nur die Phasen des weniger wichtigen leichten Schlafes sind etwas verlängert. 
 Die Teilnehmenden der Cannabisstudie beurteilten Schlafqualität und Erholsamkeit auf einer Skala von 0 (sehr schlecht bzw. nicht erholt) bis 4 (sehr gut bzw. sehr erholt). Ohne Medikamenteneinnahme sowie unter Scheinmedikament stuften die Patient*innen Schlafqualität mit 2,5 und Erholsamkeit mit 1,2 ein. Beide Werte verbesserten sich mit dem Cannabisextrakt auf 1,8 für die Erholung und 3,2 bei der Schlafqualität. Mit Medizinalcannabis schliefen die Betroffenen also besser und erwachten erholter. Ein weiterer Vorteil ist, dass der untersuchte Cannabisextrakt die Dauer der Schlafstadien nicht beeinflusst. Dazu will allerdings gesagt sein, dass die subjektive Beurteilungen der Patienten zwar wichtig und interessant ist, jedoch nicht von weiteren wissenschaftlichen Fakten gestützt wird, da Fragebögen nicht objektiv sind. Erwartungshaltung, Vorgeschichte und noch viele andere Faktoren können das Ergebnis beeinflussen, weshalb hier zB objektive Messdaten wie Schlafphasen und andere Körperparameter erhoben werden sollten. Die Wissenschaftler*innen kamen zum Schluss, dass Medizinalcannabis eine Option bei chronischen Schlafstörungen sein kann. Um die Wirkung eindeutig zu belegen und die optimale Dosierung zu ermitteln, sind jedoch Studien mit größeren Personengruppen nötig, meinen auch sie. 
 Kann Cannabis für Schlaf verschrieben werden? 
 Da Cannabis in Deutschland ausschließlich für schwere Krankheiten wie Multiple Sklerose, Krebs und Schmerzerkrankungen verschrieben werden, um nur einige zu nennen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung schreibt hierzu: “Patienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung haben seit März 2017 unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Cannabis. Jeder Haus- und Facharzt darf getrocknete Cannabisblüten und -extrakte sowie Arzneimittel mit den Wirkstoffen Dronabinol und Nabilon verordnen.” Das Schlafstörungen, obwohl viele Betroffene das anders sehen werden, nicht zu den schwerwiegenden Erkrankungen gehört, ist eine Verschreibung hier auch nicht möglich. Cannabis ist für die Krankenkassen ein recht teures Medikament, und so sind sie darauf bedacht, günstigere an den Menschen zu bringen. Ob das günstigere dabei auch das gesündere Medikament ist, ist den Krankenkassen paradoxer Weise egal. 
 Was passiert nach dem Absetzen? 
 Möchte man eine Pause einlegen, um die Toleranz abzubauen, oder den Konsum ganz beenden, kann das zu einem Absetzsyndrom führen. Die Symptome betreffen dann allerdings nicht nur den Schlaf, der noch schlechter sein kann als vorher. Mögliche weitere Symptome sind Unruhe, Nervosität, Verminderter Appetit, Gesteigerte Aggressivität, Depressionen, Angstzustände, Muskelzittern, Schwitzen, erhöhte Temperatur, Schüttelfrost und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Es können laut Drug.com auch mehrere Symptome gleichzeitig auftreten. Die Symptome sind ein Zeichen dafür, dass der Organismus daran gewöhnt war, Cannabis regelmäßig zu verarbeiten und jetzt damit beschäftigt ist, sich umzustellen. Diese Entzugssymptome können sehr unangenehm sein, aber sie stellen keine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit dar, und werden vergehen. Allerdings verspüren viele Aufhörwillige in dieser Phase ein starkes Bedürfnis, wieder zu kiffen, denn die psychische Abhängigkeit kann sehr hartnäckig sein. 
 Spannende Fakten 
 Forscher der University of New Mexico und der California State Polytechnic University untersuchten von Dezember 2013 bis Dezember 2014 den Marktanteil von Schlafmitteln in 587 Geschäften in Colorado. Sie wollten herausfinden, wie sich die Legalisierung von Cannabis auf den Verkauf von rezeptfreien Schlafmedikamenten ausgewirkt hat, wie im online-Magazin von Leafly zu lesen war. Der Absatz von Schlafmitteln unterlag über Jahre keinen Schwankungen, er war stabil. Erst nach der Eröffnung einer Apotheke, die Cannabis verkauft, brachen die Zahlen ein, und sanken Monat für Monat. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Marktanteilswachstum für Schlafmittel mit der Eröffnung von Cannabis-Apotheken um mehr als 200% im Vergleich zum durchschnittlichen Marktanteilswachstum in unserer Stichprobe zurückging“, erklärten die Forscher laut einem Bericht. In Colorado ansässige Personen durften ab dem 1. Januar 2014 Cannabis für Erwachsene kaufen. Der der Marktanteil für Schlafmittel vor einer Apothekeneröffnung im gleichen Landkreis war weder gestiegen noch gesunken. Nach einem Monat ging der Marktanteil jedoch mit jedem Monat seines Bestehens zurück. Ein Regressionsmodell zeigte, dass das Wachstum des Marktanteils von Schlafmitteln nach dem Markteintritt einer Apotheke um 236 Prozent zurückging. Diese negative Assoziation nahm mit wachsender Anzahl von Apotheken zu. „Das Ausmaß des Marktanteilsrückgangs nimmt zu, je mehr Apotheken in einem Landkreis eröffnen und je höher die Cannabisverkäufe auf Kreisebene sind. Zum ersten Mal zeigen wir einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen dem Zugang zu Cannabis in der Freizeit und dem Verkauf von rezeptfreien Schlafmitteln. Dies deutet darauf hin, dass zumindest einige Käufer in der Freizeit Cannabis eher zu therapeutischen als zu Erholungszwecken verwenden“, so die Forscher. 
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 Quellen: https://www.kalapa-clinic.com/de/news-placebokontrollierte-studie-medizinalcannabis-bei-chronischen-schlafstoerungen/ https://mediorbis.de/ratgeber/cannabis/terpene https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8725316/ https://www.drugcom.de/news/wirkung-von-cannabis-bei-unterschiedlicher-konsumerfahrung/ https://www.kbv.de/html/cannabis-verordnen.php#:~:text=Patienten%20mit%20einer%20schwerwiegenden%20Erkrankung,Wirkstoffen%20Dronabinol%20und%20Nabilon%20verordnen. https://www.leafly.de/glossar/schlafstoerungen/ https://www.einfach-gesund-schlafen.com/experten-tipps/schlafmittel-koennen-keinen-natuerlichen-schlaf-herbeifuehren https://www.marijuanamoment.net/people-are-skipping-sleep-aids-in-favor-of-marijuana-study-reports/ https://hellobetter.de/aerzte-psychotherapeuten/schlafstoerungen-icd-10-diagnose/#:~:text=Diagnosekriterien%3A,(seit%20mindestens%20einem%20Monat 
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                 Die jährliche 420 Rally im Civic Park (inzwischen Mile High Festival) in Denver, Colorado, ist eine der größten legalen Cannabis-Veranstaltungen in den USA und zieht Tausende von Menschen an. Sie bietet Musik, Food Trucks, Verkaufsstände, Workshops und Vorträge zu verschiedenen Themen im Zusammenhang mit Cannabis 
 In den letzten Jahren hat sich die Veranstaltung zu einer riesigen Veranstaltung entwickelt, die von Unternehmen und Organisationen gesponsert wird, und eine Vielzahl von Aktivitäten bietet. 
 Die Rally ist jedoch nicht ohne Kontroverse, da es in der Vergangenheit Probleme mit Sicherheit, Überfüllung und Beschwerden von Anwohnern und Geschäftsinhabern in der Nähe des Veranstaltungsortes gab. Infolgedessen hat die Stadt Denver im Jahr 2018 neue Regeln erlassen, die die Veranstaltung strenger regeln und die Teilnehmerzahl beschränken sollen. Außerdem dürfen die Teilnehmer nur innerhalb vorgesehener Bereiche konsumieren 
 Auch Uruguay hat eine enorme 420-Veranstaltung, und zwar den Dia Mundial de la Marihuana in Montevideo. Uruguay war das erste Land der Welt, das den Besitz und Konsum von Cannabis legalisiert hat, und diese Veranstaltung zieht jedes Jahr viele Besucher aus Uruguay und anderen Teilen der Welt an. Die Veranstaltung findet in der Regel auf der Plaza Independencia in der Innenstadt von Montevideo statt, und umfasst Musik, Essen, Kunst und andere Attraktionen, die mit der Kultur und dem Konsum von Cannabis verbunden sind. Es gibt auch Stände, an denen man legales Cannabis kaufen und konsumieren kann. Die Veranstaltung ist bekannt für ihre friedliche und freundliche Atmosphäre, und es wird erwartet, dass sich in den kommenden Jahren noch mehr Menschen an dieser Veranstaltung beteiligen werden. 
   
 Quellen https://www.denver420rally.org/history/ https://www.laizquierdadiario.com.uy/Dia-Mundial-de-la-Marihuana-el-origen-de-la-celebracion-del-420 
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                                            Cannabinoide haben es in Deutschland nicht leicht. Mal ganz abgesehen von THC, und anderen rauscherzeugenden Cannabinoiden, haben auch die harmlosen Vertreter wie CBD oder CBN das eine oder andere Drama erlebt, und sind noch immer nicht vernünftig reguliert. 
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                 Cannabinoid Expo in Leipzig 
 Cannabinoide haben es in Deutschland nicht leicht. Mal ganz abgesehen von THC, und anderen rauscherzeugenden Cannabinoiden, haben auch die harmlosen Vertreter wie CBD oder CBN das eine oder andere Drama erlebt, und sind noch immer nicht vernünftig reguliert.  Schade, denn dass in diesen Substanzen großes medizinisches Potential steckt, wurde in den letzten Jahren immer deutlicher. Während CBD und THC in Deutschland schon in der Therapie schwerer Erkrankungen eingesetzt werden, gibt es für andere Cannabinoide einfach noch zu wenig Studien. Warum aber werden nachweislich wirksame und ungefährliche Cannabinoide wie CBD, welches gegen Entzündungen und Krämpfe hilft, nicht einfach legalisiert? Einer breiten Bevölkerungsgruppe könnte mit rezeptfreien Medikamenten auf pflanzlicher Basis gegen weit verbreitete Erkrankungen wie Rheuma, Sportverletzungen oder entzündliche Hautveränderungen geholfen werden; um dieses Anliegen voranzubringen, haben ein paar Mutige eine Expo der anderen Art veranstaltet. 
 Medizinisches Cannabis und seine Hürden 
 Nachdem es viele Jahre lang für sehr wenige Menschen Ausnahmegenehmigungen für den Gebrauch von medizinischem Cannabis gab, die schwer erkrankt waren, und lange dafür gekämpft hatten, wurde Cannabis im Jahr 2017 zu medizinischen Zwecken legalisiert. Die Gesetzgebung war allerdings schwammig formuliert, was dazu führte, dass Anträge auf die Finanzierung für medizinisches Cannabis in den letzten Jahren häufig von den Krankenkassen abgelehnt wurden. Patienten fanden sich reihenweise in kräftezehrenden Gerichtsprozessen wieder, die nicht immer von Erfolg gekrönt waren. Eine unhaltbare Lage, zumal eine korrekte Antragstellung ohne Hilfe eines Arztes fast unmöglich war, diesen dafür aus Kostengründen aber einfach die Zeit fehlte; vielen auch das Fachwissen.   Im März wurde das Gesetz nun endlich reformiert, wodurch ein zB ein Wechsel des Cannabispräparats (Sorte oder Darreichungsform) ohne erneuten Antrag möglich wurd.e Für ambulante paliativmedizinische Behandlungen wird gar keine Genehmigung mehr nötig sein, und alle Ärzte werden künftig befugt sein, Cannabis zu verordnen. Um den Ablehnungen der Krankenkassen Herr zu werden, wurde verankert, dass eine teure Cannabistherapie nur noch in begründeten Ausnahmefällen abgelehnt werden darf. Dies ist nämlich der Grund, warum Cannabis nicht einfach, wie jedes andere Medikament, das ein Arzt verschreibt, wortlos von der Krankenkasse übernommen wird – es ist nicht unbedingt günstig.  Dass eine Behandlung mit medizinischem Cannabis Schwerkranken vorbehalten ist, wird sich allerdings nicht ändern. Üblich sind Verschreibungen bei Schmerzerkrankungen, Multipler Sklerose, begleitend zu einer Krebstherapie etc., und die Gesetzesanpassung lässt die Therapiebranche aufhorchen. So kam es, dass Dieter Behrentin mir der Therapie Leipzig eine interdisziplinäre Messe gestaltet hat, in der endlich zusammenkommt, was zusammengehört. Eine spannende Fusion, die ein wenig nach Legalisierung, und heftig nach Fortschritt duftet. 
 Expo: Speaker, Products, Topics 
 “Leading the way to promote the safe benefits of Cannabinoids. Die erste Fachspezifische Cannabinoid Messe für Sport, Beauty Wellness und therapeutische CBD-Produkte in Europa.”, so stellt sich die neue Messe auf ihrer Webseite vor.  Im Interview sagt Behrentin zum neuen Konzept: “Die Idee von THE BODY ist das Thema Cannabis unabhängig vom Stigma zeitgemäß und modern vorzustellen, da wir zukünftige Zielgruppen ansprechen möchten. Ich habe es in den ersten beiden Jahren (2022 / 2023) als Konzeptvorstellung geplant, um Erkenntnisse für folgende Punkte zu bekommen:       *Akzeptanz des Themas Cannabis bei Endkunden und B2B Kunden in neuen Industriezweigen.     *Behördenumgang und Vorgaben mit dem Thema bei Ausstellern und öffentlichen Veranstaltungen.     *Rechtliche Bestimmungen bei öffentlichen Veranstaltungen und Produktvorstellungen.     *Mediales Interesse     *Organisatorischer Qualitätskontrolle im Umgang mit Cannabisunternehmen.     Es ist keine  &quot;Cannabismesse&quot; wie man es von der Mary Jane  und anderen kennt, sondern zukunftsorientierter, und auf neue Industriezweige und Konsumenten ausgerichtet.Wir unterscheiden hier zwischen Medizinal-Cannabis und &quot;Lifestyle Cannabis&quot;, das zukünftig überall ohne Rezept erhältlich ist. Beide Bereiche haben mit dem Stigma zu kämpfen und hier setzt THE BODY an. Wir bringen die Themen zu Verbrauchern (B2C) und in den B2B Bereich, und konzentrieren uns aus 2 Gründen auf Sport, Kosmetik, Gesundheit und therapeutische Produkte. Erstens glaube ich, dass die ersten lukrativen und legalen Märkte in diesen Segmenten entstehen, da die Regulierung am weitesten fortgeschritten ist. Novel Food wird folgen. Zweitens ist die Zielgruppe hier enorm groß, und spricht alle positiven Effekte an, die Cannabis zu bieten hat.     Und tatsächlich ist die Auswahl der Aussteller, aber vor allem die Auswahl der Speaker exklusiv. Nachdem im letzten Jahr die Anwesenheit des Cannabisforschers Nummer eins, Raphael Mechoulam, der im Jahr 1963 als erster das CBD isolierte, und im darauffolgenden Jahr das THC folgen ließ das absolute Highlight war, war es in diesem Jahr mit Sicherheit der kanadische Hockeyspieler Kevin Tansey. In seinem Panel ging es um den Gebrauch von Cannabinoiden im Profisport, wie Behrentin im Folgenden berichtet.  “Kevin und viele andere Profisportler sind aus Überzeugung auf Cannabisprodukte umgestiegen da Opioide einen hohen Suchtfaktor sowie zahlreiche Nebenwirkungen beinhalten. Für Sportler ist ihr Körper ihr Kapital; sie kennen ihn gut, und achten sehr genau auf die Pflege und den Zustand. Dies beinhaltet Nahrung und Gesundheit. In den USA sind wir bereits viel weiter als hier in Europa, da hier bereits große Sportverbände wie die NBA ihre Einstellung zu Cannabis im Profisport geändert haben. Auch in Europa wird es zum Umdenken kommen. Ich habe bei den Olympischen Spielen in London selbst eine Sportlerin betreut und kenne daher die Anspannung vor Wettkämpfen aus eigener Erfahrung. Auch hier hilft CBD enorm.”  
 &amp;nbsp;&amp;nbsp; 
  Natürlich steht in diesem Zusammenhang eine Frage wie ein Elefant im Raum – um welche Cannabinoide dreht sich die Messe, und was ist mit deren Legalität? Es ist ja nicht so, als wäre in den letzten Jahren alles rund um CBD, CBG, CBN, und andere Cannabinoide in Deutschland total entspannt gewesen. Auf diese Frage antwortet der Veranstalter:  
 “Dieses Thema hat uns von Beginn an beschäftigt da wir als integrierte Messe mit sehr großen Messen kooperieren. Aus rechtlichen Gründen sind wir mit CBD gestartet und werden im Zuge der Legalisierung die bekanntesten wie CBD, CBN, CBG, THC vorstellen. Dies gilt auch für die Produkte bzw. das Ausstellerportfolio, das wir in 2024 anbieten werden. Wir sind zu 100 % abhängig von der Legalisierung, da unser Konzept auf legal erhältliche Produkte aus den Segmenten ausgerichtet ist. Daher sind wir noch eine Expo und keine Messe in dem Sinne. Momentan gibt es im Bereich Physiotherapie vor allem Sportgels, Schmerzsalben und Vaporizer mit CBD, wie Behrentin erklärt. “In Leipzig waren wir allerdings überrascht, wie gering der Kenntnisstand selbst im Fachbereich noch ist, jedoch das Interesse ist wie auch in 2022 enorm und alle Aussteller waren über die Resonanz und das enorme Interesse überrascht und begeistert.”&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; 
  Außerdem anwesend waren Finn Hänsel, CEO der Sanity Group, eines der führenden Cannabisunternehmen im medizinischen Bereich., Wenzel Cerveny, Gründer der Ladenkette Hanf, die seit Jahren immer wieder Opfer von Razzien wird, da sie auch CBD-Produkte vertreibt, und viele andere schlaue Köpfe der aufstrebenden Cannabisbranche. Weiterhin vertreten waren Arne Löffel von der dfv Mediengruppe, Markus Laurenz vom Marktplatz der Gesundheit sowie der Vorstand des BvCW (Branchenverband für Cannabiswirtschaft) und einige andere.  
 “Ab 2024 möchte ich THE BODY im Zuge der &quot;Legalisierung&quot; als vollkommen eigenständiges Format als Cannabis Business Festival/Expo und Konferenz an 2 Tagen in Köln präsentieren.”, so Behrentin. “Wir arbeiten an einer neuen Webseite und bauen unseren Social Media Auftritt gerade auf.” 
 Cannabis im Profisport 
 Da Cannabis in Deutschland bisher nicht legal ist, und es mit CBD die eine oder andere rechtliche Unklarheit gab, ist den meisten Menschen nicht geläufig, dass seit 2018 viele Profisportler Cannabis, genauer Cannabidiol, zur Regeneration nutzen. Natürlich hilft CBD nicht erst seit 2018 gegen Muskelkater, doch in diesem Jahr hatte sich die WADA (world anti-doping agency) entschlossen, es von der Dopingliste zu nehmen. Nicht nur Kevin Tansey, sondern auch der Hamburger SV, Luka Modric von Real Madrid und sicher viele andere, die sich einfach nie geoutet haben, gebrauchen CBD zur Regeneration. Angestoßen hatte die Debatte um Cannabis und seine Einstufung als Doping-Substanz der Dopingfall des US-Sprintstars Sha’Carri Richardson. Sogar US-Präsident Joe Biden schaltete sich in die Debatte um den Doping-Verstoß von Sha’Carri Richardson ein, wie die Sportschau mitte 2021 berichtete. Vorschriften seien nun einmal Vorschriften, gab er zu bedenken. Ob diese aber noch Sinn ergeben würden, sei eine andere Frage. Richardson war kurz vor dem Wettkampf durch den Tod ihrer Mutter in einer emotionalen Ausnahmesituation gewesen, und habe deshalb nach eigenen Angaben zu Cannabis gegriffen. Die Konsequenz war ein Olympia-Ausschluss, und ein Jahr Sperre. Bitter, für eine so erfolgreiche Sportlerin, zumal die Tauglichkeit von Cannabis als Dopingmittel zu recht sehr umstritten ist. “Das WADA-Verbot von Cannabis erschließt sich nicht direkt auf den ersten Blick&quot;, so die Leiterin des Ressorts Medizin der Nationalen Anti-Doping Agentur Deutschlands (NADA), Dr. Anja Scheiff. Im Vergleich zu klassischen Dopingsubstanzen wie Steroiden oder EPO führe der Konsum von Cannabis nicht zu einer Verbesserung der Kraft oder Ausdauer. Es ginge mehr um das Gefühl der muskulären und psychischen Entspannung, erklärt Dr. Scheiff. Besonders in Risiko- und Teamsportarten könne dies von Vorteil sein. &quot;Die Angriffslust und Risikobereitschaft können sich durch Cannabis erhöhen, da der Sportler oder die Sportlerin gefährliche Situationen anders, nämlich distanzierter, wahrnimmt. Zwar ist das keine echte Leistungssteigerung, aber ein Effekt im Körper, der in bestimmten Sportarten bessere Wettkampfergebnisse erzielen kann.&quot;, so Scheiff im Sportschau-Interview. Abgesehen davon ist die Studienlage zu CBD zwar besser geworden, aber nach wie vor nicht ausreichend. Außer in wenigen Ausnahmefällen, wie für Epilepsie, oder gegen die Spastiken bei Multipler Sklerose, gibt es deshalb auch kaum CBD-haltige Medikamente auf dem Markt. Alle Präparate die bisher vertrieben werden sind nicht Apothekenpflichtig, und auch keine Arzneimittel. Sie dürfen weder mit Heilversprechen beworben werden, noch als Medikamente verkauft. Sicher wird sich dies in den kommenden Jahren, vor allem nach der Legalisierung ändern, und CBD wird die Chance bekommen, sein Potential in klinischen Studien unter Beweis zu stellen. Bis dahin sind Aussagen von Sportlern vorsichtig zu bewerten, einfach weil sie sehr subjektiv sind, und jeglicher Evidenz entbehren. So sieht das inzwischen auch die WADA, und meint, sie habe sich, wie die aktuelle Entwicklung zeigt, mit drm Entfernen von CBD von der Dopingliste keinen Gefallen getan. &quot;Die Produktvielfalt ist nicht nur für uns vollkommen unüberschaubar, auch die für Lebensmittel- und Arzneimittel-Überwachung zuständigen Behörden kommen kaum hinterher. Hinzu kommt, dass die Hersteller die Bedenkenlosigkeit und Reinheit ihrer Produkte nicht garantieren können.&quot; Deshalb warnt die NADA ihre Athleten und Athletinnen vor dem Konsum von CBD-Produkten, denn diese könnten, anders als auf dem Etikett angegeben, durchaus das verbotene THC enthalten. Und eine positive Dopingprobe zur Folge haben - samt ihrer gravierenden Konsequenzen, ob leistungssteigernd oder nicht. So scheiden sich die Geister, was den Gebrauch von CBD betrifft, und das ist schade, denn wären wir schon etwas weiter, vor allem was die Forschung betrifft, könnte Cannabis ein nebenwirkungsarmes, gut wirksames, frei verfügbares Medikament sein, das unzähligen Menschen mit den unterschiedlichsten Beschwerden helfen könnte. Hoffentlich gibt die Legalisierung dem Ganzen einen ordentlichen Boost! 
 &amp;nbsp;Quellen:&amp;nbsp; 
 
 *https://www.therapie-leipzig.de/de/news/cannabis-in-der-therapeutischen-praxis-the-body-cannabinoid-expo-ergaenzt-therapie-leipzig-2023&amp;nbsp;&amp;nbsp; 
 
 
 *  https://the-body.de/de/ueber-the-body/ &amp;nbsp; 
 
 
 *  https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen-meldungen/1098/ &amp;nbsp; 
 
 
 *  https://www.rtl.de/cms/sogar-weltmeister-mario-goetze-investiert-das-steckt-hinter-dem-cannabis-hype-im-profisport-5035378.html &amp;nbsp; 
 
 
 *  https://www.sportschau.de/doping/cannabis-im-sport-100.htm  
 
   
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                 Weed aus einem anderen Blickwinkel 
 Es ist nicht so, dass bei der Vermarktung von Cannabis nicht an Frauen gedacht wird - geblümte Papers, heißes Clothing, Cannabis-Models und vieles mehr überfluten den Markt. Geht es allerdinngs um die wirklich wichtigen Dinge, wie Rausch, Nebenwirkungen, Konsumverhalten und psychische sowie soziale Auswirkungen, wird es ruhig im Sektor “Ladies”. Doch die Cannabisszene ist mit diesem Problem nicht allein; Frauen sind in vielen Bereichen unsichtbar. Sein es die Crash-Test-Dummies, die ausschließlich nach männlichen Körpern gestaltet werden, die Medikamente, die ausschließlich an Männern getestet werden, oder Hilfsanleitungen, wie für einen Herzinfarkt, welche sich nur auf Männer beziehen – Frauen haben gänzlich andere Symptome.   Frauen sind also kompliziert.   Weil sie nicht ins männliche Muster passen, denn die Wissenschaft und viele andere Disziplinen&amp;nbsp;sind zum Großteil von Männern dominiert, was zur Benachteiligung von Frauen in fast allen Bereichen des Lebens führt. Damit sich das ändert, braucht es viel Aufklärung, Bewusstsein und Empowerment, und da wir ein Magazin für wirklich ALLE sind, widmet&amp;nbsp;sich dieser Artikel ausschließlich&amp;nbsp;Frauen. 
 Psyche 
 Nebenwirkungen und Abhängigkeit 
 Laut Statistik kiffen in Deutschland Bundesweit  8,8 Prozent der Bevölkerung  - rein statistisch sind  6,8 Prozent davon Frauen ,  10,7 Prozent Männer. Frauen  sind also keine verschwindend geringe Minderheit, die rechtfertigen könnte, dass keiner über sie spricht. Dabei kann sich das Rauscherleben von Frauen deutlich von dem von Männern unterscheiden, dass Frauen nicht nur hormonelle und anatomische ??? Unterschiede aufweisen, sondern auch sozial anders geprägt sind, und psychisch anders reagieren. Alleine das Wort “anders” ist hier fehl am Platz, denn das würde wiederholt den Mann zur Norm erklären, und das ist er nun mal nicht.   Die Männerdominanz setzt sich auch in der Forschung fort. In Studien zum Thema Cannabis werden überwiegend Männer untersucht. Die Folge ist, dass die Ergebnisse nur bedingt für Frauen gelten. „Der Einfluss des Geschlechts wird immer noch routinemäßig ignoriert oder außen vor gelassen, auch wenn beide Geschlechter in einer Studie berücksichtigt werden“, bemängeln die italienischen Forscherinnen Tiziana Rubino und Daniela Parolaro. In ihrem Fachartikel kommt das Forschungsteam jedoch zu dem Schluss, dass Männer und Frauen durchaus unterschiedlich auf Cannabis reagieren. Drugcom berichtete als einer der ersten schon im Jahr 2015 über die Problematik.     Nach Recherchen der Forscherinnen gibt es Hinweise, dass täglicher Cannabiskonsum bei Frauen mit einer 5-fach erhöhten Wahrscheinlichkeit für eine Angststörung in Zusammenhang steht. Bei Männern, die täglich kiffen, gelte dies nicht. Generell würden Frauen häufiger unter psychischen Erkrankungen leiden, die eher nach innen gerichtet sind, erläutern Rubino und Parolaro. Dazu zählen neben Angststörungen auch Depressionen. Männer würden hingegen häufiger an Störungen leiden, die nach außen gerichtet sind, wie beispielsweise gesteigerte Aggressivität oder Impulsivität. Kiffen von vielen Menschen auch als Coping-Strategie genutzt, also um unangenehme Gefühle zu umgehen, bewältigen, verdrängen oder zu skippen. Da dies mit Cannabis (aber natürlich auch mit anderen Drogen) recht gut funktioniert, entwickeln sich bei diesen Personen schnell psychische Abhängigkeiten, und da Frauen signifikant häufiger von Angststörungen betroffen sind, ist das Risiko einer Abhängigkeit von Cannabis deutlich höher. In einer sehr kleinen, und daher nicht repräsentativen Studie derselben Forscherinnen, wurde die Anfälligkeit für eine Sucht auf die Probe gestellt. “Die Ergebnisse der Studie legen somit den Schluss nahe, dass Frauen sensibler auf die Wirkung von Cannabis reagieren und empfänglicher sind für weiteren Konsum. Nach Meinung der Forscherinnen sei dies eine mögliche Erklärung dafür, warum Frauen nach dem ersten Joint schneller eine Cannabisabhängigkeit entwickeln als Männer.”, so das Portal Drugcom. Auch wenn die Teilnehmerzahl dieser Studie zu gering war, um in der wissenschaftlichen Welt etwas zu verändern, zeigt sie doch ein interessantes Phänomen auf, an dem unbedingt weiter geforscht werden sollte, möchte man mehr über die Entstehung von Cannabis-Abhängigkeiten verstehen. 
 Körper 
 Rausch, Konsumverhalten und Mischkonsum 
 An der Washington State University hat eine Professorin für Psychologie, Dr Rebecca Craft, eine Studie an Ratten durchgeführt, um herauszufinden, ob der Hormonspiegel und das Hormonset sich auf das Rauscherleben auswirken. Und tatsächlich waren die Ergebnisse bahnbrechend; allerdings sind Ergebnisse aus Tierstudien nicht eins zu eins auf den Menschen übertragbar, weshalb man mit diesen Ergebnissen ohne weitere Studien leider nicht arbeiten kann. „Die an Ratten durchgeführte Studie zeigte, dass die weiblichen Tiere 30 Prozent empfindlicher auf den  Wirkstoff THC  reagierten als männliche. Dies war insbesondere in Bezug auf die schmerzlindernde Wirkung von Cannabis zu beobachten,“ erklärt Rebecca Craft, Professorin für Psychologie an der Washington-State-University. „Frauen sind aufgrund des erhöhten Östrogenspiegels eher bekifft als Männer. Dabei gibt eine klare Spitze in der Sensitivität, nämlich während des Eisprungs, wenn der Östrogenspiegel seinen Höhepunkt erreicht.“ Dies könnte ein weiterer Grund dafür sein, dass Frauen ein höheres Abhängigkeitsrisiko haben als Männer. Doch auch die Entzugserscheinungen wie starke Reizbarkeit, Schlafstörungen und verminderte Nahrungsaufnahme fallen bei Frauen wesentlich heftiger aus. Doch ein Problem haben die Jungs, dass uns oft erspart bleibt, und das ist der Heißhunger. Fressflashs kommen bei Männern sehr viel häufiger und ausgeprägter vor als bei den Damen. 
 Eine weitere Studie aus den USA hat sich mit der Frage befasst, ob sich Kiffen, vor allem in der Pubertät, auf die Fruchtbarkeit von Mädchen/Frauen auswirkt. Der Ansatz dahinter ist, dass wir Cannabinoid-Rezeptoren beinahe im ganzen Körper haben, also auch in Eierstöcken und Gebärmutter.“Mäuse durchlaufen die Pubertät in wenigen Wochen. Prof. Ulrike Luderer von der University of California Irvine und ihr Team untersuchten daher mithilfe von Mäusen, ob und wie THC die Eierstockfunktion Heranwachsender beeinflusst. Für ihre Studie spritzte das Team pubertierenden weiblichen Mäusen über 2 Wochen täglich THC – umgerechnet 5 mg/kg Körpergewicht. Die Kontrollmäuse bekamen ebenfalls Spritzen, aber ohne THC. Anschließend verfolgten die Forschenden, wie sich die Eierstöcke der Mäuse entwickelten.”, schrieb das Magazin “Frauenärzte im Netz” Anfang April dieses Jahres, und versah diesen Abschnitt mit der Überschrift “Niedrig dosiertes THC für pubertierende Mäuse”. Rechnet man 5mg reines THC pro Kilogramm Körpergewicht allerdings mal auf einen Menschen um, wird klar, dass das eine riesige Ladung ist. Wer Erfahrungen mit Edibles hat, der weiß - 100 mg können eine n komplett aus der Welt schießen, und das ist eine orale Dosis, von der nur ein Bruchteil aufgenommen wird. Nun stelle man sich vor, man spritzt (!) einer erwachsenen Frau mit 80 kg Körpergewicht 400mg reines THC in die Venen, das komplett vom Körper aufgenommen wird; ihre Eierstöcke wären wahrscheinlich ihr kleinstes Problem, gleich nach Herzrasen, Psychosen und unglaublichen Schweißausbrüchen. Die an die Ratten verabreichte Dosis war also unverhältnismäßig hoch. 
 “Die THC-Behandlung führte zu einer vorzeitigen Aktivierung der sogenannten Primordialfollikel. Das sind die noch unreifen Eizellen, die schon vor der Geburt angelegt werden und erst ab der Pubertät nach und nach ausreifen. Die dadurch zu früh gebildeten Primärfollikel (eine Vorstufe der reifen Eizellen) wiesen zudem DNA-Schäden auf, die zum Absterben der Follikel führten. Im Erwachsenenalter hatten die Mäuse dann nur halb noch so viele Primordialfollikel wie unbehandelte Mäuse.” so die Frauenärzte weiter. Zumindest diese Frauenärzte sind also der Meinung, die Ergebnisse würden die Hypothese stützen, dass Cannabiskonsum in der Pubertät (ca. 10–18 Jahre) zu einer fehlerhaften Aktivierung der Eierstöcke und einem Absterben heranreifender Eizellen führt. Dies wiederum könne einen erheblichen Verlust an Eizell-Reserven schon in jungen Jahren bedeuten. Wie es wirklich ist, kann noch niemand wissen, da Tierstudien nicht repräsentativ sind, und man bei Humanstudien auf eine sinnvolle Dosierung achten müsste, um ein tatsächliches Risiko einzugrenzen. Interessant ist die Studie dennoch, da sie definitiv ein schädigendes Potential von THC für Frauen aufzeigt. All diese Studien sind noch sehr jung, da erst jetzt die dritte Welle des Feminismus die Bedürfnisse von Frauen auch in diesen Bereichen sichtbar macht. Abgesehen davon sind klinische Studien teuer, und die Geldgeber oft Männer. So schließt sich meist der patriarchale Kreis; umso erfreulicher ist es, dass Wissenschaftlerinnen jetzt selbst dieses Feld von hinten aufrollen. 
 Die letzte Studie, der wir uns widmen, beleuchtet den Mischkonsum (in diesem Fall Cannabis und harter Alkohol). Auch diese Studie hat wieder eine viel zu kleine Teilnehmerzahl, dafür aber ein so interessantes Studiendesign sowie spannende Endpunkte, dass wir sie vorstellen müssen! Auch diese Studie ist erst zwei Jahre alt, und widmet sich im Besonderen den Geschlechterunterschieden. Bruna Brands und ihr Team haben sich vor zwei Jahren mit der Frage beschäftigt, wieviel die jungen Erwachsenen kiffen, wenn sie so viel kiffen dürfen, wie sie es gewohnt sind, und ob sich der Konsum verändert, wenn sie schon Alkohol getrunken haben. Dafür haben sie 49 junge Erwachsene rekrutiert, die unter Beobachtung in vier Sessions Alkohol und gleichzeitig Cannabis zu sich nehmen sollten; durchgehalten haben den Studienmonat allerdings nur 28 der Teilnehmenden. Die Studie war sogar Placebo kontrolliert, jedoch wurden Fragebögen zur Selbstauskunft genutzt, was wiederum sehr subjektiv und deshalb unwissenschaftlich ist. Interessant sind die Ergebnisse dennoch, wie im Artikel zur Studie zu lesen ist:  &quot;Beim Kiffen hat sich gezeigt, dass die Frauen in der Studie weniger vom Joint verbrauchten als teilnehmende Männer. Das ergaben nicht nur die Beobachtungen durch den Einwegspiegel, auch das Wiegen der Jointreste ließ darauf schließen. Die Angaben in einem speziellen Fragebogen zur Rauschintensität deuteten jedoch darauf hin, dass sich Männer und Frauen etwa gleich stark berauscht fühlten. Auch die gemessenen Blutwerte wiesen keine bedeutsamen Unterschiede hinsichtlich der aufgenommenen Dosis THC auf.  
  Die Frauen der Studie waren beim Mischkonsum von Alkohol und Cannabis somit etwa gleich stark berauscht wie die Männer, obwohl sie weniger Cannabis konsumiert hatten. Anzumerken ist, dass die Frauen in den Sessions, in denen sie zwar „echten“ Cannabis, aber nur Placebo-Alkohol bekamen, genauso viel Cannabis verbrauchten wie die Männer. Daraus schlussfolgern Brands und ihr Team, dass Frauen empfindlicher auf Mischkonsum reagieren als Männer.”  
 Sehr aussagekräftig sind diese Ergebnisse leider nicht, wie auch das Team der Forschenden zugibt. Es gibt zu viele Variablen, zu viele mögliche Gründe für diese Reaktion, um klare Schlüsse ziehen zu können. Eine Möglichkeit wäre, dass sich der Mischkonsum unterschiedlich auf das Craving ausgewirkt hat, eine andere, dass die Substanzen geschlechterspezifisch unterschiedliche Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben, aber auch auf Hormonen basierende, unterschiedliche Ausschüttung von Neurotransmittern und viele andere Faktoren wurden in dieser Studie leider weder erforscht, noch berücksichtigt. 
 Fazit 
 In den letzten Jahren ist die geschlechterspezifische Forschung endlich ins Rollen gekommen, was hoffentlich in absehbarer Zukunft dazu führen wird, dass Frauen besser medizinisch versorgt werden, bessere Diagnosen bekommen, und auch in allen anderen Bereichen wie Verkehrssicherheit, Prävention, Psychotherapie etc sichtbar gemacht werden. Doch auch das sollte nur der erste Schritt sein, denn es gibt weder DEN Mann noch DIE Frau. Es sollte einfach jeder Mensch individuell behandelt werden, was auch bedeutet, zB das Körpergewicht, die Vorgeschichte oder eben individuelle Besonderheiten, wie zum Beispiel das Hormonset in die Anamnese und Medikation mit einfließen zu lassen. Selbst der Stoffwechsel, das Mikrobiom und die Ernährung haben großen Einfluss auf Krankheitsverlauf, Wirkung und Nebenwirkungen von Medikamenten, die wir nur entfernt erahnen. Eine 55kg schwere Frau, nimmt 400mg Ibuprofen, weil das die Standarddosis ist, und keine geringe Dosis verkäuflich ist. Auch in der Packungsbeilage ist 400 mg die Dosierungsempfehlung. Die Studien an diesem Medikament wurden aber ausschließlich mit Männern durchgeführt, die im Schnitt 85,2 kg wiegen. Eine Frau benötigt also ein Drittel weniger, um schmerzfrei zu sein, doch das interessiert bisher niemenden. Sie geben unnötig mehr Geld aus, und erleiden unnötig mehr Nebenwirkungen, einfach, weil sie niemand mitgedacht hat. Den Menschen wieder als Individuum zu betrachten, und nach seinen Bedürfnissen und Gegebenheiten zu behandeln, sollte wieder in den Mittelpunkt von Medizin und Forschung rücken, und die an rein männlichen Körpern festgemachte und verallgemeinerte Behandlung verdrängen. 
   
 
   Quellen:  &amp;nbsp;   
 
 
   *     https://specials.gesund.bund.de/drogenkonsum/cannabis.html#:~:text=Monaten%20Cannabis%20konsumiert%3F-,8%2C8%20%25,6%2C8%20%25%20der%20Frauen    &amp;nbsp;   
 
 
   *    https://www.drugcom.de/newsuebersicht/topthemen/frauen-und-maenner-reagieren-unterschiedlich-auf-cannabis/    &amp;nbsp;   
 
 
   *    https://www.drugcom.de/news/frauen-reagieren-in-studie-empfindlicher-auf-mischkonsum-von-alkohol-und-cannabis/    &amp;nbsp;   
 
 
   *    https://medmix.at/weibliche-hormone-und-cannabis/    &amp;nbsp;   
 
 
   *    https://www.frauenaerzte-im-netz.de/aktuelles/meldung/schon-geringe-dosen-cannabis-koennten-die-fruchtbarkeit-junger-frauen-nachhaltig-beeintraechtigen/    &amp;nbsp;   
 
 
   *    https://taz.de/Frauen-und-Cannabis/!5472671/    &amp;nbsp;   
 
 
   *     https://news.wsu.edu/press-release/2014/09/03/females-more-sensitive-to-cannabis-males-get-munchies/#.VXTDGmTtlBc    &amp;nbsp;   
 
 
   *     https://academic.oup.com/toxsci/article-abstract/193/1/31/7076621?redirectedFrom=fulltext&amp;amp;login=false    &amp;nbsp;   
 
 
   *     https://psycnet.apa.org/doiLanding?doi=10.1037%2Fadb0000749    &amp;nbsp;   
 
 
   *     https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0376871622004707?via%3Dihub     &amp;nbsp;  
 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2023-05-19T02:45:00+02:00</updated>
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                 Biden spricht über Cannabis, Stigma und Rassismus 
 Bei einer Veranstaltung zum Ende des Black History Month am Montag lobte Präsident Joe Biden erneut seinen Schritt, Menschen wegen Marihuana zu begnadigen, und wies auf die ungleichen Auswirkungen der Durchsetzung des Cannabisrechts auf People of Color hin.     Dass in den USA generell unverhältnismäßig mehr People of Color in den Gefängnissen sitzen, ist kein neues Problem. Schon lange diagnostizieren Bürgerrechtler dem amerikanischen Ordnungs-, Rechts- und Straffvollzugswesen strukturellen Rassismus, wie “Die Zeit” bereits im Jahr 2015 berichtete. &quot;Ich bin es leid, jedes Mal Angst davor zu haben, erschossen oder verhaftet zu werden, wenn ich an einem Polizisten vorbeilaufe&quot;, schrieb LZ Granderson, ein US-amerikanischer Journalist of Color, damals in seinem Kommentar.     Weiterhin hob das Weiße Haus noch einmal die cannabispolitischen Maßnahmen des letzten Jahres - einschließlich der Begnadigungen und der Überprüfung des Bundesstatus von Marihuana, hervor, die der Präsident veranlasst hatte. In einem neuen Informationsblatt zu den Maßnahmen der Regierung zur Förderung von &quot;Gleichberechtigung und Chancen für schwarze Amerikaner und Gemeinden im ganzen Land&quot;, gibt er einem wichtigen Thema endlich Raum. “Niemand sollte wegen bloßem Besitz von Marihuana im Gefängnis sein&quot;, sagte der Präsident. &quot;Zu viele Minderheiten sind deshalb im Gefängnis. Deshalb sollten wir sie begnadigen, und ihre Aufzeichnungen löschen, als ob es nie passiert wäre, damit sie wieder eine Chance in der Gesellschaft haben&quot;, sagt Biden in seiner Rede am Ende Februar.     &quot;Der Präsident hat mutige Maßnahmen ergriffen, um unseren gescheiterten Ansatz gegenüber Marihuana anzugehen. Die Kriminalisierung des Besitzes von Marihuana hat zu vielen auf den Kopf gestellten Leben geführt – für Verhalten, das jetzt in vielen Staaten legal ist&quot;, heißt es im Infoblatt. &quot;Obwohl weiße, schwarze und braune Menschen (EDIT: Übersetzung direkt übernommen) Marihuana in ähnlichem Maße konsumieren, werden schwarze und braune Menschen in unverhältnismäßigem Maße verhaftet, angeklagt und verurteilt.&quot; Seine Begnadigungsmaßnahme &quot;beseitigt Barrieren für Wohnraum, Beschäftigung und Bildungschancen für Tausende von Menschen mit diesen früheren Verurteilungen&quot;, sagt das Faktenblatt und betont, dass der Präsident auch die Gouverneure aufgefordert hat, auf Landesebene nachzuziehen. 
 Obwohl Bidens Massenbegnadigung Personen betrifft, die geringfügige Straftaten im Zusammenhang mit Marihuana auf Bundes- und Landesebene begangen haben, schließt sie niemanden ein, der derzeit inhaftiert ist, und umfasst auch nicht Personen, die wegen des Verkaufs von Cannabis verurteilt wurden, sowie andere Gruppen, für die sich Unterstützer eine Entlassung wünschen würden. Obwohl der Präsident in seinen jüngsten und früheren Äußerungen Begnadigungen und Tilgungen scheinbar vermischt, handelt es sich um zwei separate Verfahren!&amp;nbsp; 
 Cannabis-Reform-Aktivisten haben ebenfalls ihre Frustration darüber zum Ausdruck gebracht, dass das Justizministerium (DOJ) immer noch keine Antragsformulare für Personen zur Verfügung gestellt hat, die Zertifikate beantragen möchten, welche belegen, dass sie von der Begnadigungsproklamation erfasst werden. Begnadigungsanwältin Elizabeth Oyer sagte im Dezember, dass der Online-Antrag &quot;sehr bald&quot; veröffentlicht werden würde, aber das ist bisher noch nicht geschehen. 
 Allerdings erließ der Präsident in diesem Monat eine Executive Order, die ihr Augenmerk auf die Bemühungen der Regierung zur Bewältigung des &quot;gescheiterten Ansatzes&quot; der Bundesregierung gegenüber Marihuana legt. Die Executive Order baute nicht speziell auf administrativen Cannabisreformen auf, sondern konzentrierte sich vielmehr auf die Förderung von Gerechtigkeit innerhalb der Bundesbehörden und des Weißen Hauses. Der Präsident nutzte jedoch die Gelegenheit, um das Thema auf seine Marihuana-Maßnahmen zurückzuführen. 
 Auch sind diese Maßnahmen, und vor allem die entstehende Awareness für das Thema sehr zu begrüßen, angesichts der Größe des Problems allerdings ein Tropfen auf den heißen Stein. 37% der amerikanischen Gefängnisinsassen sind schwarz, obwohl ihr Bevölkerungsanteil nur knapp über 13% liegt – hier lässt sich gut ablesen, wie tief der Rassismus in die Strukturen des Staates, und leider auch in die Köpfe eines Großteils der Bevölkerung eingedrungen ist. Das Problem ist so umfassend, dass man Sorge hat, der alte Biden belässt es bei seiner plakativen Cannabis-Amnestie, und wende sich dann wieder “wichtigeren” Dingen zu. Es bleibt zu hoffen, dass er den Black History Month und die Sorgen der schwarzen Community nicht nur zu Propagandazwecken benutz hat, und es in naher Zukunft weitere Entwicklungen in diese Richtung geben wird. 
 Amnestie in Deutschland 
 Doch auch bei uns brodelt es gewaltig, wenn es um Amnestie geht. Leider gibt es hierzulande noch keine Debatten dazu, wie sehr Marginalitäten zusätzlich unter einem Stigma wie einer Verurteilung wegen eines Cannabisdelikts leiden. Klar ist aber, und da ist sich der #Weedmob einig – wer eine Legalisierung plant, kann währenddessen nicht weiterhin Menschen kriminalisieren! Seit des Koalitionsvertrages werden die Rufe gefühlt täglich lauter, zu entkriminalisieren, Menschen aus den Gefängnissen, und noch nicht erbrachte Strafen zu erlassen. Doch es tut sich seit Jahren nichts, und immer noch erhalten täglich rund 500 Menschen eine Anzeige wegen Weed. Nun steht endlich unsere Legalisierung light ins Haus – wann, das weiß niemand. Teil dessen wird die ersehnte Entkriminalisierung sein, mit 3 Pflanzen Eigenanbau und 25 Gramm Eigenbedarf (den man mitführen darf), doch was aus den Menschen wird, die bereits Strafen verbüßen, Anzeigen bekommen haben, oder deren Strafen darauf warten beglichen zu werden, ist vollkommen unklar. Auch was aus dem Führerschein wird, wissen die Götter - wahrscheinlich nix, wenn wir nicht bald neue Richtwerte bekommen. Cannabis ist und bleibt also eine brenzlige Sache, für Menschen, die einen Schein zu verlieren haben, und noch mehr für Menschen, die schon am Rande der Gesellschaft stehen. 
   
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                            <updated>2023-04-17T00:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Modellregionen statt Legalisierung?</title>
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                                            Cannabis-Roulette geht in die nächste Runde 
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                 Cannabis-Roulette geht in die nächste Runde 
 Karlchen hatte uns einen Gesetzentwurf für das erste Quartal dieses Jahres versprochen; die Community rechnete zwar nicht damit, zählte zum Schluss aber trotzdem die Tage. Auch die Wirtschaft wartet gespannt; viele Menschen haben bereits viel investiert, und stehen in den Startlöchern, um Geld in ihre, und die Taschen unseres Staates zu spülen. Was stattdessen geschah, untertraf die kühnsten Erwartungen. Lauterbach verkündete Ende März nicht nur das nicht-Erreichen des selbst gesteckten Zieles, sondern auch ein angepasstes Eckpunktepapier.&amp;nbsp; 
 Lauterbach macht drei Schritte zurück 
 Wenn “Die Zeit” von einer “aktualisierten Eckpunktesammlung” schreibt, schwant dem Cannabiskonsumenten nichts Gutes. Zu Recht! 
 In den letzten Wochen des auf Rechtsgrundlagen und Drogenabkommen basierenden Widerstandes der UN und EU gegen die in Deutschland geplante Legalisierung, musste Lauterbach wohl einsehen, dass die EU die Legalisierung nicht einfach so absegnen wird. Stattdessen will er nun nur einen Teil des Plans der EU vorlegen, den anderen Teil will er “allein auf Basis deutschen Rechts” realisieren.&amp;nbsp; 
 Der Teil, der zur Vorlage geplant ist, sieht wie folgt aus: Lauterbach macht mit seinem neuen Vorhaben, den Modellregionen, gefühlte hundert Schritte rückwärts, und vor allem weg von einer flächendeckenden Legalisierung. 
 Vielleicht nimmt er sich auch einfach ein Beispiel an den Vorgängen in der Schweiz, über die wir kürzlich berichteten. In der Schweiz war man so weitsichtig, nichts über Knie zu brechen, und somit seine Versprechen auch halten zu können. In Basel und Zürich laufen derzeit Modellprojekte, die im Rahmen von Studien die Auswirkung einer Legalisierung auf die Bevölkerung untersuchen sollen. Mit einer derartigen Voraussetzung, klappts auch besser mit dem Europarat. 
 &amp;nbsp; 
 Der Gesundheitsminister sieht für Deutschland vorerst ebenfalls größere Städte, wie Köln, Berlin, Frankfurt etc., aber auch ländliche Regionen für die Durchführung der Projekte vor. Da verschiedene Lebensumstände auch immer verschieden Auswirkungen auf Konsumenten haben, können die Folgen einer Legalisierung so detaillierter abgeschätzt werden. Die Modellprojekte sollen über 4 Jahre laufen, also doppelt so lange wie in der Schweiz, sollen aber ebenfalls mit wissenschaftlicher Begleitung, also in Form einer Studie stattfinden. Der große Unterschied zur Schweiz: Bei uns soll das Cannabis nicht in Apotheken zu kaufen sein, sondern wie geplant in lizensierten Geschäften, so berichtete “Die Zeit” am 31. März.&amp;nbsp; 
 Dafür muss man sich natürlich Gedanken machen, wie diese Geschäfte aussehen sollen, wie das Personal geschult wird, wie man Sicherheit gewährleistet, Lieferketten sichert, ob die Wertschöpfungskette funktioniert und so weiter. Fragen, die uns alle schon seit mindestens zwei Jahren umtreiben, und von denen man sich nur schwer vorstellen kann, dass sie in der Kürze der Zeit plötzlich beantwortet werden könnten. Eine gute Basis für eine flächendeckende Legalisierung wäre das natürlich schon, und ein gutes Argument vor dem Bundesrat in 4 Jahren. Für kriminalisierte Konsumenten, von denen täglich 500 eine Anzeige wegen eines Cannabis-Delikts erhalten, ist das jedoch zu langsam, und zu wenig. Ein guter Anfang ist es dennoch, denn wenn die 4 Jahre gut laufen, könnte man Legalisierung auf ganz Deutschland ausweiten. Auch, wenn noch in den Sternen steht, wer in der nächsten Legislaturperiode an der Macht sein wird. 
 4:20-Cannatalk 
 Am 3.4. wollten die drogenpolitischen Sprecher der SPD, die mit einem neuen Format auf Instagram überraschten, die Community eigentlich im Cannatalk auf den neuesten Stand bringen. Da man von Herrn Lauterbach in den letzten Monaten nur Versprechen und Vertrösten gewöhnt war, wurde der Cannatalk um 20 Uhr mit großem Interesse erwartet. Carmen Wegge und Dirk Heidenblut gelang diese Aufklärung allerdings nur teils, denn nichts Genaues weiß man nicht. Wieder standen viele Mutmaßungen im Raum, beispielsweise hofft man darauf, in der Sitzungswoche um den 17.April, mehr über den Gesetzesentwurf zu erfahren, und anschließend der Öffentlichkeit mitteilen zu können - wieder nix Konkretes. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse am 20.4. fanden beide Redner zwar witzig, haben sich aber nicht darauf festgelegt. “Es wäre schön, wenn der Gesetzesentwurf am 20.4.2023 vorgestellt werden würde.“, so Wegge. Ein bitterer Beigeschmack bleibt, wenn man eine Community mit 420-Witzchen bei Stange hält, als ginge es nicht für viele Menschen um ein sehr ernstes Thema. 
 Das Greifbarste, was die beiden auf Lager hatten, war die Antwort auf die Frage nach der frühestmöglichen Legalisierung – sie lautete “Juli”; allerdings wäre man dann von einer handfesten Legalisierung weit entfernt. Auch, wenn alles schnell durchs Parlament ginge, und Juli ein schönes Datum wäre, müssten wir uns wohl mit einer Entkriminalisierung mit Eigenanbau begnügen. 
 Da die Probleme mit der EU, wie bereits beleuchtet, nicht einfach so gelöst werden können, ist eine flächendeckende Legalisierung momentan sehr unwahrscheinlich bis unmöglich. Ein Modell der Social-Clubs, wie in Malta oder Spanien, wäre dann die Lösung der Stunde, und eine Legalisierung wäre erst im nächsten Schritt, also nach einer Testphase möglich. Die SPD äußerte sich kürzlich wie folgt zu dem Problem: „Aus europarechtlichen Gründen ist eine flächendeckende Legalisierung offensichtlich kurzfristig nicht möglich. Wir unterstützen daher Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und die Bundesregierung mit praktikablen Schritten zur Legalisierung. Das können aus unserer Modellprojekte, die Entkriminalisierung und der Eigenanbau sein.“ 
 Man munkelt, dass zu dieser Entkriminalisierung auch der Anbau von 5 statt drei Pflanzen, und die Erlaubnis zum Verschenken des selbst angebauten Weeds gehören, obwohl das in unseren Augen großes Potential für Handel birgt. Seis drum, in dieser Legislaturperiode werden wir uns wohl von unserer Legalisierung mit lizensierten Geschäften verabschieden müssen. Wir sehen uns im Social-Club :) 
 &amp;nbsp; 
   
 Quellen: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-03/cannabis-legalisierung-karl-lauterbach-ampel https://www.spiegel.de/politik/deutschland/karl-lauterbach-und-die-cannabis-legalisierung-wo-bleibt-das-legale-gras-podcast-a-2522eef7-2913-4efb-8a44-ebb0c8e9efe1 https://www.hanf-magazin.com/politik/deutschland/gesetzentwurf-fuer-cannabis-legalisierung-in-zwei-wochen/ https://internationalcbc.com/germany-expected-to-introduce-long-awaited-legalization-measure-in-two-weeks/ 
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            <title type="text">Pilotprojekt Weed Care</title>
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                                            In der Schweiz steht man derzeit vor ähnlichen “Problemen” wie in Deutschland, oder besser gesagt: Auch dort gesteht man sie sich endlich ein. Die Prohibition ist gescheitert, und man sucht neue Wege.
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                 Basel endlich startklar für legales Cannabis 
 In der Schweiz steht man derzeit vor ähnlichen “Problemen” wie in Deutschland, oder besser gesagt: Auch dort gesteht man sie sich endlich ein. Die Prohibition ist gescheitert, und man sucht neue Wege. Dass man an einer Legalisierung langfristig nicht vorbeikommt, ist auch in der Schweiz langsam angekommen, und so hat das Gesundheitsdepartment gemeinsam mit Universitären Psychiatrischen Kliniken und der Uni Basel den Entschluss gefasst, eine Studie in Form eines Pilotprojekts zu starten, um die Risiken für Körper und Geist besser abschätzen zu können. 
 Ohne Studie keine Legalisierung 
 Der Umgang mit Cannabis ist auch in der Schweiz ein schon seit Jahren heiß diskutiertes Thema. Auch hier sind Schwarzmarkt, verunreinigtes Weed und Kriminalisierung große Themen, die mit Verboten nicht in den Griff zu kriegen waren und sind. So entschied man sich, einen Experimentierartikel zu erlassen, welcher am 15. Mai 2021 in Kraft trat. Dieser Artikel ermöglicht es, Pilotversuche, also streng reglementierte wissenschaftliche Studien mit Cannabis, in der Schweiz durchzuführen, welche man benötigt, um anschießend adäquat über eine Legalisierung entscheiden zu können. Am 15. September des letztens Jahres schon hätte die Studie namens  Weed Care  starten sollen. Sie sieht vor, dass insgesamt 374 Personen ihr Weed und Hasch legal für zweieinhalb Jahre in einer Baseler Apotheke kaufen können, und regelmäßig in Befragungen Auskunft über ihre psychische und körperliche Gesundheit und das Konsumverhalten geben müssen. Angemeldet hatten sich rund 700 Menschen. Doch vor dem Konsum steht der Grow, und wer über die deutsche Lizenzvergabe schon gelacht hat, kann hier nur noch den Kopf schütteln. 
 Weed sorgt für mehr Nachhaltigkeit 
 Es würde sich mit einer Legalisierung in der Schweiz mehr ändern als der bloße Zugang zu Cannabis, es würde auch zu einem grundlegenden Umdenken in Teilen der Landwirtschaft führen. Das ist die gute Nachricht, die schlechte ist, wie man dies herausgefunden hat.    &amp;nbsp; Mit dem Anbau des Weeds für das Pilotprojekt betraut war das Unternehmen  Pure Production AG , welches seinem Namen leider keine Ehre machte. Das Unternehmen arbeitet mit lokalen Landwirten zusammen, welche die Böden im Kanton Aargau nicht nur Bestellen, sondern auch dafür zuständig sind, diese auf Schadstoffe testen zu lassen. Ob dies nicht geschehen ist, oder ob man einfach die allgemein bekannte Eigenschaft von Cannabispflanzen, den Boden zu reinigen unterschätzt hat, bleibt ein Rätsel.     Jedenfalls wurde kurz vor Projektstart klar – die Pflanzen sind mit Schwermetallen belastet, die Blüten unbrauchbar.&amp;nbsp; Die Cannabisprodukte hätten die Qualitätsstandards “knapp nicht erfüllt” hieß es. Der geplante Start des Projekts am 15. September 2022 war nicht mehr zu halten.&amp;nbsp;     Die Blüten hätten ein Bio-Zertifikat bekommen sollen, bei dem niedrige Richtwerte und strenge Kontrollen die Regel sind – ein herkömmlicher Kopfsalat darf die 150-fache Pestizidbelastung aufweisen (Guten Appetit!). Auch, dass die Böden in der Schweiz stark belastet sind, ist nicht nur kein Geheimnis, sondern sogar seit Jahren Thema in der Politik. Wer hat hier geschlafen, fragt man sich.&amp;nbsp;Federführend beim Gesetzesentwurf im Parlament war die Grüne Partei. Nationalrätin Katharina Prelicz-Huber (ZH) räumt ein, dass die Pestizid-Thematik zu wenig berücksichtigt wurde. “Wir wussten das damals noch nicht.”, sagt sie, und verteidigt dennoch den Entscheid, die Bio-Richtlinie zu berücksichtigen. Es sei darum gegangen, Qualität sicherzustellen. “Wenn man etwas raucht, soll man nicht noch zusätzliche Gifte zu sich nehmen.” Es steht auch außer Frage, ob Cannabis Bio-Qualität haben sollte, infrage steht, wie gut manche Politiker ihren Job machen.     Lino Cereghetti von der Firma Pure Production sagt: “Es wurden keinerlei Pflanzenschutzmittel aufgetragen. Weil Cannabis aber bodenreinigend wirkt, nahmen unsere Pflanzen Stoffe auf, die bereits vorher im Boden vorhanden, aber nicht festgestellt worden waren.” Tja, und nun?     Nun war ein Import von Cannabis im Gespräch, damit das Pilotprojekt erst einmal anlaufen könne, und auf lange Sicht war man sich einig, dass die Böden saniert werden müssten, um dort Cannabis anbauen zu können. Prelicz-Huber fordert derweil Kulanz. “Wenn der Boden jetzt giftig ist, dann braucht es eine Übergangszeit.” Ein echter Sieg für Natur und Nachhaltigkeit...und Cannabis! 
 Projektstart lässt hoffen 
 Ende Januar war es dann endlich so weit. Die belasteten Cannabisprodukte wurden durch Neue ersetzt, und für vorerst  180 Teilnehmer begann die Studienzeit;  das Projekt wurde in zwei Durchgänge zu jeweils 187 Personen aufgeteilt. In insgesamt neun Apotheken kann die erste Studiengruppe miteinem speziellen Ausweis nun zwischen vier Bio-Cannabisblüten-Produkten und zwei Sorten Hasch wählen; die nächste Gruppe folgt in einem halben Jahr.&amp;nbsp;   Sorten wie Purple Gas und Lemon Tarte für 8 bis 12 Franken (8-12 Euro), je nach THC-Gehalt, machen Lust auf mehr, und stammen überraschender Weise von der Firma Pure Production AG, die nun Pure Holding AG heißt. Schon damals wurde das Cannabis zu einem weiteren Gutachter gesandt, aber zu welchem? Schon damals, als man eigentlich einen erschütterten oder zumindest peinlich berührten Verantwortlichen erwartet hatte, sagte Anbauer Cereghetti, für eine mögliche Legalisierung in Zukunft mache er sich Hoffnung, dass das Bio-Label noch fallen könnte. “Der Politik war nicht klar, was diese Richtlinien für einen Rattenschwanz mit sich bringen würden. Ich bin überzeugt, dass die Bio-Qualitätsanforderungen nicht der richtige Gradmesser für den Cannabis-Markt der Zukunft sind.” Klingt nach einem Mann, der lächelnd sein Geld auf dem Rücken der Gesundheit anderer verdient, und sicher ist, dass die Politik ihn gewähren lässt.        
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 Wer war der zweite Gutachter, was war das Ergebnis, und woher kommt so schnell ein zweiter Grow mit vernünftigen Werten? Zu recherchieren war das so einfach nicht, doch nach der Antwort auf eine Presseanfrage bei Weed Care, hat dieser Artikel am 2.4.2023 ein Update bekommen. 
 Update: 
 In einer Anfrage per E-Mail, auf die uns Regine Steinauer, Leiterin der Abteilung Sucht des Gesundheitsdepartments Basel-Stadt geantwortet hat, ist mehr Klarheit über die Vorgänge entstanden. Nachfolgend findet ihr unser Gespräch: Wer war der zweite Gutachter, und was war das Ergebnis? Nach Feststellen von geringfügigen Anteilen von Pestiziden wurden weitere Abklärungen durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Auftrag gegeben. Detailliertere Angaben dazu liegen uns nicht vor. Die erneuten Abklärungen bestätigten jedoch die Befunde, so dass diese Produkte fachgerecht vernichtet werden mussten. Wie konnte die Pure Holding AG schon nach vier Monaten neue, saubere Produkte liefern? Der Produzent hatte wie geplant und vom BAG bewilligt im August 2022 mit der Aussaat einer zweiten Charge begonnen, um für die Studie in Basel-Stadt genügend Produkte bis zur nächsten Ernte im Frühsommer 2023 liefern zu können. Diese konnte im November geerntet werden. Diese Produkte (Blüten und Haschisch) wurden nach erfolgter Qualitätsprüfung freigegeben. Wo wurden diese angebaut, wenn die Böden doch verunreinigt sind, noch dazu im Winter? Die Hanfpflanzen wurden entsprechend den Anforderungen gemäß Schweizer Bio-Verordnung auf einem anderen Feld angebaut und im November 2022 geerntet. 
 **************************************************************** “ 
 &amp;nbsp; 
 Dank der Studie kann ich reines Cannabis konsumieren. In letzter Zeit ist das illegal verkaufte Gras oft gestreckt gewesen. Da weiß man nie, was man erhält.”, so ein Teilnehmer der Studie. Er sei daher froh, dass er am Projekt teilnehmen könne, sagt er gegenüber Blick, einem großen Schweizer Tagesblatt. Warum, wie so oft in der Medizin, auch hier das Studiendesign Männer und Frauen nicht zu gleichen Teilen berücksichtigt, ist fraglich. Das Verhältnis von Männern zu Frauen ist 4 zu 1, das Durchschnittsalter beträgt 36 Jahre. Trotz aller Ungereimtheiten ist die Studie ein wichtiger Schritt, denn sie soll die Grundlage für eine Legalisierung darstellen. Bereits 2021 hatten die Gesundheitskommissionen von National- und Ständerat einer parlamentarischen Initiative zugestimmt, welche im Rahmen einer Legalisierung den Cannabis-Markt gänzlich neu regeln will. Die Studienergebnisse werden maßgeblich beeinflussen, wie diese Regelung aussehen wird 
 &amp;nbsp; 
   
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                            <updated>2023-03-28T15:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Legalisierungshürden</title>
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                                            Inzwischen ist der Koalitionsvertrag schon knapp zweieinhalb Jahre alt, und Cannabis ist nach wie vor weder entkriminalisiert, noch legalisiert.
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                 teine auf dem Weg zum legalen Cannabis 
 Inzwischen ist der Koalitionsvertrag schon knapp zweieinhalb Jahre alt, und Cannabis ist nach wie vor weder entkriminalisiert, noch legalisiert. Nach langem Warten auf Eckpunkte, folgte langes Warten auf ein Gesetz, und ein Herr Lauterbach, der uns von Pressetermin, zu Talkshow, und von Mal zu Mal auf später vertröstete. Währenddessen taten sich zusätzliche und weit größere Probleme auf, die die Legalisierung ernsthaft ins Wanken bringen könnten. Welche das sind, und wie wahrscheinlich eine Legalisierung jetzt noch ist, haben wir euch recherchiert und eingeordnet. 
 Europarecht – das aus für die Legalisierung? 
 ins der größten aktuellen Probleme in Sachen Legalisierung ist wohl momentan das Europarecht. Inzwischen ist klar – die Legalisierung könnte dem EU-Recht entgegenstehen, somit bräuchte Gesundheitsminister Lauterbach die Zustimmung der EU-Kommission, um sein Projekt umsetzen zu können. Die Kommission hat allerdings massive rechtliche Bedenken, nicht zuletzt wegen des Schengener Durchführungsabkommens. Dieses Abkommen verbietet, genau wie der EU-Rahmenbeschluss zur Bekämpfung des illegalen Drogenhandels von 2004, den Handel, Transport von Cannabis außerhalb medizinischer und wissenschaftlicher Zwecke. 
 Der Rahmenbeschluss von 2004 beinhaltet sogar konkrete Strafen, und lässt nur eine Ausnahme zu: Wenn diese Handlungen (Anbau, Ein- und Ausfuhr etc) &quot;ausschließlich&quot; für den &quot;persönlichen Konsum&quot; begangen werden, dürfen die einzelnen EU-Länder in ihren nationalen Gesetzen abweichende Regelungen treffen. 
 Es gibt also einiges mit der Kommission, die ihren Sitz in Brüssel hat, zu klären, und vor allem zu erklären. Von Karl Lauterbach wird erwartet, dass er erläutert, warum eine Legalisierung angestrebt wird, und wie diese innerhalb der bestehenden Gesetze realisiert werden soll. Bei der Präsentation seines Modells war Lauterbach dennoch ungebrochen optimistisch: &quot;Wenn dieses Gesetz in Kraft tritt, wäre es das liberalste Projekt zur Legalisierung von Cannabis in Europa, aber auch der am stärksten regulierte Markt&quot;, sagte er Ende Oktober in Berlin. Es sei vorstellbar, dass andere Länder dem deutschen Beispiel folgen würden. &quot;Es könnte ein Modell für Europa sein.&quot; Widersprüchlich ist jedoch, dass Lauterbach überzeugt scheint, Brüssel würde eine Legalisierung auf bestehendem Recht durchwinken, während andere Mitglieder seiner Partei der Meinung sind, man müsse Gesetze ändern, um Rechtssicherheit zu erhalten. So äußerte sich SPD-Rechtspolitikerin Wegge zum Thema etwas anders: &quot;Klar ist, dass wir den Rahmenbeschluss von 2004 perspektivisch ändern müssen, damit eine rechtssichere Legalisierung der Produktionskette nicht nur in Deutschland erfolgen kann. Dies ist auch unser erklärtes Ziel.&quot;&amp;nbsp; 
 Es scheint also etwas ambivalent in den Reihen der SPD, und auch sonst ist Brüssel “not amused“ über das chaotische Vorgehen Deutschlands in Sachen Legalisierung. Bis heute hat Herr Lauterbach, bis auf das schmale Eckpunktepapier, keinen detaillierten Plan zur politischen Bewertung durch Kommission und andere EU-Mitgliedsstaaten vorgelegt. 
 Wir haben von den deutschen Stellen bisher keine förmliche Anfrage für eine Befassung erhalten&quot;, heißt es bei der Kommission, die offenbar ebenso auf einen Gesetzesentwurf wartet, wie wir alle. 
 Man fragt sich, ob die Uneinigkeit innerhalb der Partei der Grund ist. Nachdem mehr und mehr Kritik an dem Stagnierenden Legalisierungsprozess laut wurde, verteidigte sich Lauterbach wiederum, er habe das Gesetz erst ausarbeiten wollen, wenn Brüssel grünes Licht gibt. Da beißt sich also die verdammt sture Katze in ihren chaotischen Schwanz! Und wieder fragt man sich, warum unser Gesundheitsminister nicht einfach seinen Job macht, denn in Brüssel lehnt man sich derweil amüsiert zurück, und beobachtet, wie sich die drollige Katze im Kreis dreht. 
 “Es ist Sache der Mitgliedsstaaten zu entscheiden, wie sie mit dem persönlichen Gebrauch von Drogen umgehen, einschließlich von Cannabis&quot;, teilt die EU-Kommission dazu mit. obald es um Herstellung und Handel im kommerziellen Bereich geht, gilt allerdings das restriktive EU-Recht. ehr als Entkriminalisieren ist nicht drin?     Hinzu kommt noch das Völkerrecht. Um genau zu sein handelt es sich um ein UN-Abkommen von 1988, aus dem man nicht einfach austreten kann. Auch dieses verbietet “unerlaubten Verkehr mit Suchtstoffen”, und soll mit einer Interprätationserklärung umgangen werden, was nichts anderes bedeutet, als dass man vor der UN-Kommissionmit ??? mit der Tatsache argumentieren will, Cannabis werde zum Gesundheitsschutz legalisiert, da dies besser funktioniere als strikte Verbote und Prohibition. Dies entspricht ja auch der Wahrheit, auch wenn ein kommerzieller Nutzen sicher sehr erwünscht ist. Warum hätte man sonst Studien in Auftrag geben sollen, die die zusätzlichen Steuereinnahmen ermitteln, und die Ergebnisse später als politische Argumente für eine Legalisierung nutzen? Um diese Interpretation unserer Legalisierung von vornherein zu stützen, wurde dazu Ende letzten Jahres Studie in Auftrag gegeben, welche die Vorteile der Legalisierung in anderen Ländern zeigen soll. Doch Studien brauchen Zeit, und somit ist ein Gesetzesentwurf für die Legalisierung im ersten Quartal 2023 recht unwahrscheinlich, der Zeitplan scheint nicht haltbar.     Doch damit nicht genug – der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek hatte Ende 2022 bei einer Anhörung zu einem anderen Thema in Brüssel angekündigt, ein Gutachten zur Rechtslage in Auftrag zu geben, und dessen Ergebnisse “gerne auch der Kommission zur Verfügung zu stellen”. Man kann ihm zwar so einiges vorwerfen, aber da hat er seinen Job gemacht – im Gegensatz zu Lauterbach – leider. 
 Das Gutachten der bayerischen Staatsregierung 
 Bernhard Wegener, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Europarecht an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen, ist der Verfasser der 53-seitigen wissenschaftlichen Ausarbeitung, die Ende Februar vorgestellt worden ist. Darin heißt es klar: &quot;Die von der Bundesregierung geplante Cannabis-Legalisierung widerspricht völker- und europarechtlichen Vorgaben.” - das wussten wir ja schon! Klaus Holetschek, CSU, ergänzt, ein Verstoß gegen EU-Recht müsse seiner Ansicht nach immer ein Vertragsverletzungsverfahren nach sich ziehen. Dass Holetschek harter Legalisierungsgegner ist, mit einem Maß Bier aber weniger Probleme hat, ist weithin bekannt, und so war auch hier von dem Hardliner der CSU nichts anderes zu erwarten.    Von Hass bis hin zum Spitznamen hat der Mann schon alles abbekommen, was teilweise sicher verständlich, und dennoch nicht hilfreich ist. Auch Herr Holetschek ist ein Mensch, der es verdient, seine Meinung frei äußern zu dürfen, und die Politik zu machen, die er für richtig hält, wenn er gewählt wird. Sicher ist es besser stark gegen ihn zu argumentieren, statt ihn zu beleidigen oder lächerlich zu machen; aber das nur am Rande.     Das Bundesgesundheitsministerium äußerte sich eher gelangweilt und befand, das Gutachten hätte keine neuen Erkenntnisse zu Problemen gebracht, die man nicht auch schon im Eckpunktepapier thematisiert hätte, nämlich die engen europa- und völkerrechtlichen Risiken. Weiter hieß es, man wolle europarechtskonforme Lösungen vorlegen. (Wenn das Frau Wegge wüsste...)&amp;nbsp;&amp;nbsp; Das scheint auch nicht unmöglich zu sein, glaubt man Masha Fedorova und ihrem Kollegen Piet Hein van Kempen. Beide sind Professoren für Kriminologie und Strafrecht an der Universität in Nimwegen, und kommen in ihrer Untersuchung zu dem Schluss, dass das Legalisierungsvorhaben Deutschlands unter bestimmten Umständen rechtlich möglich ist. Eine der Bedingungen, die beispielsweise erfüllt sein müssten, wären harte Vorkehrungen gegen einen internationalen Cannabistourismus, so die Autoren; weiter heißt es: “Eine Legalisierung sei zu rechtfertigen, wenn der betreffende Staat &quot;aufrichtig davon überzeugt ist und überzeugend argumentiert, dass er über dieses System die individuelle und öffentliche Gesundheit, die Sicherheit der Öffentlichkeit und/oder die Verhinderung von Gewaltverbrechen wirksamer umsetzen kann, als er dies über den prohibitiven Ansatz für Cannabis für Genusszwecke zu erreichen vermag&quot;. Womit wir wieder bei der Interprätationserklärung wären. 
 Die neue Regierung und der Bundesrat 
 Und dann wäre da noch Pleiten, Pech und Pannen...ähhhh...die Wahlwiederholung. Ja, wir mussten in Berlin die Wahl wiederholen, und das Ergebnis ist ernüchternd. Die CDU lag mit 28,2% der Stimmen vorn, was bedeutet, dass man nun Koalitionsverhandlungen mit der CDU führen muss. Keine Regierungsbeteiligung der CDU – das war das war Ende letzten Jahres eine gute Nachricht, weil kein Legalisierungsbefürworter wollen kann, dass die CDU noch mehr Sitze im Bundesrat bekommt – und nun das. Das Problem ist, dass der Bundesrat die Legalisierung absegnen muss, und die CDU-Mitglieder natürlich dagegen stimmen werden.  Noch vor der Wahlwiederholung sagte Wurth (Hanfverband), er sei froh über die rot-grün-rote Regierung, denn das sei die Voraussetzung für Erfolg im Bundesrat. Er hoffe, sie bleibe. 
 “Bettina Jarasch wäre sicherlich besser als Franziska Giffey für eine progressive Drogenpolitik in Berlin“, sagte er weiter. „Aber eine CDU-Beteiligung wäre ein Desaster für die Legalisierung auf Bundesebene. “Bleibt es bei einer rot-grün-roten Landesregierung in Berlin, „ist Hessen die letzte Hürde für die Überwindung der CDU-Blockade gegen die Legalisierung im Bundesrat“. 
 Die Landtagswahl in Hessen findet am 8. Oktober 2023 statt. Tja, lieber Herr Wurth, nun haben wir den Salat. Es sieht auf allen Ebenen wirklich nicht gut aus. 
   
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                 Lauterbach bei Hart aber Fair 
 11 Kästen Bier, 28 Flaschen Wein, 4 Flasche Sekt und 5 Liter Schnaps – das ist die Menge Alkohol, die ein volljähriger Deutscher durchschnittlich jährlich konsumiert. Nun steht auch noch die Legalisierung von Cannabis ins Haus, weshalb die Sendung Hart aber Fair am 23.1. fragte: Ist Deutschland auf dem falschen Trip? Geladen wurden Gäste, die eine spannende Sendung versprachen, nämlich Gesundheitsminister Karl Lauterbach, Musiker Curly, Markus Blume von der CSU, Psychotherapeutin Sabine Ahrens Eipper und Journalistin Nathalie Stüben. Entstanden ist eine interessante und witzige Sendung, die ihr euch hier zusammengefasst und eingeordnet zu Gemüte führen könnt 
 Die Alkohol–Debatte 
 Eingeleitet wurde die illustre Runde von Moderator Louis Klammrot mit dem Abklopfen der Konsumgewohnheiten aller Anwesenden, wobei sich herausstellte, dass Herr Lauterbach gerne in Maßen Rotwein genießt, aber dennoch strengere Alkoholgesetze befürwortet. Wie Herr Lauterbach zur Legalisierung steht, liegt wohl auf der Hand, weshalb er auch auf der Abschussliste von Herrn Blume stand, welcher klarer Lagalisierungsgegner, und, wie könnte es als Mitglied des bayrischen Landtags anders sein, ein Freund des gepflegten Alkoholkonsums ist. Den Gegenpol bildete Frau Stübe, die sehr offen über ihre ehemalige Alkoholabhängigkeit sprach, und scharf mit Fakten gegen jegliche Beschönigung argumentierte. Sie vertrat die Meinung, wenn es schon eine Debatte gäbe, dann doch bitte über Alkohol. Musiker Curly, dessen Song “Purple Haze” später in der Runde noch für Diskussionsstoff sorgte, bildet als Rotweinliebhaber und Kiffer die goldene Mitte, und Frau Eipper wurde nicht müde, auf Schwachstellen des Gesundheitssystems und der Legalisierungspläne aufmerksam zu machen, da sie strenge Regelungen für beide Substanzen befürwortet. 
 Die Diskussionsrunde begann mit Herrn Lauterbach, der der Gesellschaft erstmal ein Alkoholproblem diagnostizierte. Er selber trinke nie mehr als zwei Gläser Wein, und auf die Frage, wie sich das mit seiner sonst so gesunden Lebensweise vertrüge kontert er, man könne auch als Genussmensch gesund leben, und ab und zu Wein trinken wie er - dass widerspräche sich nicht. Außerdem tränke er ihn auch, weil Wein Gesundheitliche Vorteile habe, woraufhin Stüben intervenierte, Alkohol sei ab dem ersten Glas schädlich, und ihr Vorredner nicht auf dem Stand der Forschung. Sichtlich erbost bat sie ihn,&amp;nbsp;er&amp;nbsp;sollen keine Health Benefits publizieren, wo es keine gäbe. (Edit: Hiermit haben beide Recht. Wein kann sich positiv auf den Blutdruck auswirken, und hat noch einige andere Vorteile, die die Schädlichkeit des Alkohols aber keinesfalls aufwiegen.) Weiter sagte sie auf die Verharmlosung Lauterbachs, dass es ein Trugschluss sei, sich zwei Lager vorzustellen – die Alkoholiker, und die Genusstrinker. Viel mehr gäbe es einen riesigen Graubereich, in dem ebenfalls massiver Schaden entstünde. Auf Nachfrage, welchen staatlichen Umgang mit Alkohol sie sich denn wünsche, sagte sie, ihre Forderungen an die Politik entsprächen denen der WHO: Werbeverbot, Einschränkung von Zugang/Verfügbarkeit und Schockbilder auf Flaschen. Dies wäre ein guter Anfang, um das Klima zu verändern, das um den Alkoholkonsum herrscht, so Stüben. 
 Auch Frau Eipper, die Jugendliche therapiert, ist unbedingt für ein Werbeverbot, da sich die Werbung ihrer Meinung nach ganz eindeutig auch an Jugendlich richte. Sie sei unabhängig von der Menge besorgt über den Konsum, denn vor allem die Gewohnheit, die Funktionalität (wofür brauche ich den Alkohol), und ob man noch Kontrolle über den Konsum hat (Kann man ihn einfach lassen kann?) seien wichtige Indikatoren für eine Abhängigkeit. Lauterbach, der vielleicht das Gefühl hatte, er stünde ein wenig im falschen Licht stimmte zu, machte aber schnell klar, dass man noch nicht so weit wäre an diesen Präventionsgesetzen zu arbeiten. Er bat um Verständnis dafür, dass das Ministerium derzeit unglaublich viel zu tun habe, womit er dieses Argument nicht zum letzten Mal bediente. 
 Markus Blume begann seine Argumentation mit der Phrase, die Grenzen bei Alkohol seien fließend; vor 30 Jahren sei der Alkoholkonsum in Deutschland noch doppelt so hoch gewesen, der Trend sei also positiv. Die Menschen lebten einfach bewusster, meint er, und man fragt sich, ob das bei beispielsweise 25% übergewichtigen Deutschen wirklich der Fall ist. Weiter sagt er, das Maß sei wichtig, und er wolle den Missbrauch natürlich nicht verharmlosen. Die meisten Menschen aber seien verantwortungsvoll; es gäbe inzwischen ja sogar alkoholfreies Bier - auch das sei ein guter Trend. Auf Nachfrage verteidigt er das Oktoberfest mit dem Argument, dass die meisten Menschen dort ganz normal ihr Maß trinken würden - die Exzesse seien Ausnahmen. 
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 Die Cannabis Debatte 
 Die Debatte um Alkohol ging fließend in die Cannabisdebatte über, als Blume Lauterbach fragte, warum er denn nun eine Legalisierung in der Schublade habe, aber noch keine Gesetze, um Alkohol sicherer zu machen. Lauterbach konterte, dass er (Blume) das Anliegen falsch verstanden habe. Bei der Legalisierung gehe es ebenfalls um Prävention, zum Beispiel durch Austrocknung des illegalen Marktes, und nicht darum, mehr Cannabis unters Volk zu bringen. Es werde sich also gerade nach und nach um die Lücken in der Prävention gekümmert. 
  Allerdings möchte Herr Blume auch 5 Min später noch immer nicht verstehen, warum man Alkohol verbieten, und Cannabis legalisieren will – offenbar hört er nicht, was er nicht hören möchte -PRÄVENTION! Mal ganz abgesehen davon, dass niemand in der Runde jemals von einem Alkoholverbot gesprochen hatte. Doch das war nur einer von vielen rhetorischen Kniffen, die Blume an diesem Abend lieferte – er stellte ein Strohmannargument auf, um dieses bearbeiten zu können. Damit konnte er in dieser Runde allerdings niemanden beeindrucken, und wurde mit dem Satz Lauterbachs: “Nicht wir führen in Bayern den Cannabis ein, sie kriegen ihn nicht in den Griff!” in seine Schranken verwiesen. Kurze Ruhe im Saal – schallender Applaus.  
  Anschließend unterbrach der Moderator, um Curlys Cannabis-Song samt Video einzuspielen, in dem er Joints baut und raucht. Als die letzten Töne verklingen sagt er grinsend in Richtung Blume, er sei froh, nicht in Bayern zu wohnen, da ansonsten sicher schon das SEK bei ihm gewesen wäre - er sei froh in Berlin zu wohnen! Trotzdem nerve es ihn, dass man das Zeug immer noch auf dem Schwarzmarkt kaufen müsse, und auf die Nachfrage wo er es denn kaufe, unterliegt er plötzlich einer selektiven Demenz. In einem anschließenden kurzen Geplänkel wird sich irgendwie auf Görli (Görlitzer Park Berlin) geeinigt, da dieser offenbar ein gutes Synonym für die Probleme mit dem illegalen Markt ist. Lauterbach, der eine kleine Anekdote von seinem letzten Besuch des Görlitzer Parks erzählt, bei dem er, von seinen Securities begleitet, beobachten konnte, wie Dealer ihren Kram im Gebüsch versenken, scheint betroffen von dem Leben, dass diese führen müssen. Nachdem er eher den Stereotypen eines Heroinabhängigen beschrieb, fragte er, ob wir sowas wirklich wollen, also so eine Kriminalität wie am Görli. “Wenn schon gekifft wird, dann wollen wir wenigstens, dass zumindest diese ganze Kriminalität, dieser Schwarzmarkt, dieses Verbrechen..., dass das wenigstens wegkäme. Und daran arbeiten wir.”, sagt er, und zieht damit wieder Blume an, wie das Licht die Motten.  
  Dieser bringt diesmal ein gutes Argument, und zwar, dass die Hirnentwicklung, wie inzwischen nachgewiesen, bis zum 25. Lebensjahr dauert, und er deshalb diese verharmlosende Debatte nicht verstehe. Alle Studien und das Beispiel anderer Länder zeigten, dass Legalisierung zu mehr Konsum und Nachfrage führe, und damit auch zu mehr signifikanten Folgeerkrankungen. Curly und Lauti schütteln daraufhin vehement die Köpfe, korrigieren seine Aussage jedoch nicht. Dies übernimmt ein paar Minuten später Frau Eipper, und ordnet ein, dass&amp;nbsp;  das unwahr sei, da Studien deutlich zeigten, dass Konsum bei Jugendlichen eben nicht steige, manchmal sogar sinke. Doch Blume hat sich festgebissen, und fährt nun offenbar härtere Geschütze auf – das Holland-Argument. Die Niederlande seien grandioses Beispiel, wohin eine liberale Drogenpolitik führe, so Blume. Der Spiegel titelte vor anderthalb Jahren: “Ein Land in den Händen der Mafia”. Das wolle er nicht, das könne man nicht wollen, und abgesehen davon habe man auch gerade andere Probleme. Warum Herr Blume der Meinung ist, man könne es nicht besser machen, bleibt ein Rätsel. Der Gesundheitsminister erklärt daraufhin zum gefühlt hundertsten Mal, als würde Blume das Eckpunktepapier, welches in einem Einspieler nochmals vorgestellt wurde, nicht kennen, die Niederlande wolle er auch nicht. Deshalb solle es bekanntlich einen staatlich lizensierten Anbau wie in Kanada geben, den es für medizinisches Cannabis in Deutschland bereits gebe. Zusätzlich werde es für Konsumenten unter 25 Jahren Cannabis mit niedrigerem THC-Wert geben, schließt Lauterbach seine Verteidigung.  
  Dass laut Lauterbach junge Menschen beim Kauf in den lizensierten Geschäften aufgeklärt und beraten werden sollen, hält Therapeutin Eipper für keine gute Idee. Sie habe diesen Ansatz in ihrer Praxis sowohl mit cleanen als auch konsumierenden Jugendlichen diskutiert, und diese hielten davon allesamt nicht viel. Eipper meint, man würde diese Zielgruppe so nicht erreichen, und müsse viel früher ansetzen. Unerlässlich wäre die Aufklärung an Schulen, sagt sie; in der 3., 6., und 9 Klasse, und nicht erst wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen sei. Auch macht ihr Sorgen, dass unter 18-jährige weiterhin auf dem Schwarzmarkt kaufen werden. Auf die Frage, wie dies zu verhindern sei, bekommt sie bis zum Schluss leider keine Antwort.  
  Als Blume zum dritten Mal provokativ fragt, warum man als Gesundheitsminister Drogen legalisiert (Erst Coronaangst, dann Cannabiseuphorie...”, so seine Worte), antwortet Lauterbach trocken: “Das ist ein komplexes Problem, da kommt man mit einem populistischen Gassenhauer nicht weiter. Der Konsum ist da und nimmt zu. Wenn wir das Problem lösen wollen, müssen wir auch andere Ansätze zulassen” Auf die Frage, wie man die Kinder schützt, die in Wohnungen leben, in denen angebaut oder gekifft wird, sagt der Gesundheitsminister, dass der von Kindern getrennte Konsum gesetzlich verankert werde; alles andere werde strafbar sein. Man sollte aber nicht den Fehler machen zu denken, dass es jetzt keine Eltern gäbe, die kifften. Das Problem bestünde also schon. Nun wirft Curly endlich eine Frage auf, die wohl vielen von uns schon lange unter den Nägeln brennt – die Frage nach dem Führerschein. Er wisse, dass das Problem nicht neu sei, so Lauterbach. Man werde sich kümmern, doch auch, wenn das Gesundheitsamt federführend sei, wären an den Entscheidungen zum Führerschein sechs verschiedene Ministerien beteiligt, die sich momentan damit&amp;nbsp;  beschäftigen. Wieder keine konkrete Aussage also, aber das sind wir ja inzwischen gewohnt.  
  Den anschließenden Seitenhieb Blumes: “Jetzt wissen wir, womit sich die Bundesregierung die ganze Zeit beschäftigt.”, ließ Lauterbach erneut mit: “Wir kümmern uns um die Sachen, die bei ihnen liegen geblieben sind.” ins Leere laufen.  
  Nach diesem letzten Scharmützel beendet Frau Eipper die Runde mit einer wichtigen Information, und einem Anliegen. Sie sagt, es bestehe jetzt schon Unterversorgung in Psychotherapie für suchtkranke Jugendliche und Heranwachsende. In der ambulanten Psychotherapie dürften sie Abhängige nur bis zur 10. Sitzung behandeln, so Eipper; in der 10. Sitzung müsse dann Abstinenz festgestellt werden, da rein rechtlich sonst keine Weiterbehandlung möglich sei. Die Mitwirkung wird den Psychotherapeuten versagt, obwohl sie mitwirken wollten und könnten. “Wichtig sei außerdem, dass wir als Prävention Kindern Umgang mit Stress, Gruppendruck, Leistungsdruck also alles, was zu ungünstigem Konsumverhalten führt, beibringen.”, schließt sie.” “Am besten, man setzt es in die Lehrpläne.”  
   
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